Erster Business-Brunch: Frühstücken, Austauschen und Karriere machen

Von: Sarah Maria Berners
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Iris Kreutzer vom Kompetenzzentrum Frau und Beruf will auch in Düren den Business-Brunch für Frauen etablieren. Foto: smb

Düren. „Der Mut zum Risiko ist bei Männern einfach ausgeprägter“, sagt Iris Kreutzer. „Frauen wägen intensiver ab und trauen sich oftmals nicht so viel zu“, weiß die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Kompetenzzentrums Frau und Beruf. Auch wenn es natürlich immer auch Ausnahmen gebe.

Aus ihrer beruflichen Tätigkeit weiß Iris Kreutzer, dass Frauen sich oftmals nicht trauen, den Schritt in die Selbstständigkeit zu gehen. „Schaffe ich das wirklich?“, sei eine Frage, die immer wieder aufkomme.

Frauen auf dem Weg in die Selbstständigkeit zu unterstützen ist eine Aufgabe des Kompetenzzentrums sowie des Netzwerkes „Ina“. Diese Unterstützung gibt es auf verschiedenen Wegen. Unter anderem treffen sich die Frauen zum Frühstück. Business-Brunch heißt das dann. In Düren hat dieser nun zum ersten Mal stattgefunden.

Wer den Business-Brunch für einen Kaffeeklatsch hält, liegt nicht ganz richtig. Natürlich wird geredet und Kaffee getrunken. Aber die Gespräche drehen sich eben nicht um dies und das, sie drehen sich ums Geschäft und dessen Rahmenbedingungen für Frauen. Außerdem gibt es bei der geschäftlichen Version des Frühstücks auch Impulsvorträge zu Themen rund um die Gründung.

Austausch und Vernetzung

Überwiegend waren zum ersten Business-Brunch an der Rur allerdings Frauen aus Aachen gekommen, wo sich die Veranstaltung zumindest schon ein klein wenig etabliert hat.

Bei den Treffen geht es auch darum, Kontakte zu knüpfen. „Nicht allen Frauen fällt es leicht, aktiv auf andere Menschen zuzugehen. Akquise ist keine leichte Aufgabe“, weiß Iris Kreutzer. Beim Business-Brunch spielt daher auch der Austausch eine wichtige Rolle. Von den Erfahrungen anderer lernen, könnte ein Leitsatz der Veranstaltung sein. Weitere Bausteine sind Informationen über Businesspläne, Finanzierung sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Zum Treffen in Düren waren auch drei Studentinnen gekommen. Eine junge Albanerin würde gerne als Grafikdesignerin den Schritt in die Selbstständigkeit wagen. „Mir gefällt die Vorstellung selbstbestimmt zu arbeiten und meine eigenen Ideen umsetzen zu können“, schilderte sie. Sie hofft, im Gespräch Anregungen zu finden und auf mögliche Fallstricke auf dem Weg in die Selbstständigkeit aufmerksam zu werden.

Eine andere Teilnehmerin aus dem Kreis Düren ist Sozialpädagogin und derzeit auf der Suche nach einem Job. Einmal hat sie schon probiert, sich selbstständig zu machen. Mit einem Seniorencafé. Die Geschäftsidee scheiterte an den Finanzen. Beim Business-Brunch will sie sich informieren, was sie in Zukunft besser machen kann.

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