Düren - Erste Todesdrohung bereits eine Woche vor der Bluttat

Erste Todesdrohung bereits eine Woche vor der Bluttat

Von: bugi
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Genau eine Woche nach der ersten Bedrohung hat der 27-Jährige seine Ehefrau mit einem Kopfschuss im Friseursalon niedergestreckt und sich dann selbst die Pistole an den Kopf gesetzt. Foto: Hellmich

Düren. Schon eine Woche vor den Schüssen auf seine 27 Jahre alte Ehefrau am Dienstag hatte der 27-jährige Täter eine Todesdrohung ausgesprochen. Das bestätigte die Polizei Düren am Freitag auf Nachfrage.

Der Polizei wurde am 11. Oktober eine Sachbeschädigung gemeldet.

„Der 27-Jährige hatte gegen die Tür getrommelt und laut geschrien. Vor Ort stellte sich dann heraus, dass es sich um einen Fall von häuslicher Gewalt gehandelt hat“, erklärte Polizeisprecherin Julie Greve. „Dabei ist auch eine Todesdrohung ausgesprochen worden.“ Die Polizei habe den Mann daraufhin der Wohnung verwiesen und ein Rückkehrverbot ausgesprochen. Wie in solchen Fällen üblich habe man zudem eine sogenannte Gefährderansprache vorgenommen.

Noch am Tag nach der Tat wollten Polizei und Staatsanwaltschaft Aachen ein entsprechendes Gerücht nicht bestätigen. Das sei noch Teil der Ermittlungen, hieß es von der Polizei. Staatsanwältin Katja Schlenkermann-Pitts erklärte: „Dazu habe ich keine gesicherten Informationen.“

Zeitlicher Ablauf bleibt unklar

Genau eine Woche nach der ersten Bedrohung hat der 27-Jährige seine Ehefrau mit einem Kopfschuss im Friseursalon niedergestreckt und sich dann selbst die Pistole an den Kopf gesetzt. Er wurde von den Einsatzkräften ebenfalls schwerverletzt aufgefunden und verstarb kurze Zeit später. Die lebensgefährlich verletzte Frau hat nach einer sofortigen Notoperation wie durch ein Wunder überlebt.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sind am Tatort zwei Waffen gefunden worden, zudem vier Patronenhülsen. Ob sich der genaue zeitliche Ablauf noch rekonstruieren lässt, ist weiter unklar. Schlenkermann-Pitts: „Die Schüsse waren nicht der Auslöser für das Einschreiten des Sondereinsatzkommandos.“

Wie viel Zeit zwischen den letzten Schüssen des Täters und dem Eingreifen der Spezialkräfte verstrichen ist, lasse sich nicht verlässlich sagen. „Das Geschehen hat sich in einem rückwärtigen Raum des Friseursalons abgespielt. Wir können noch nicht sagen, wann welcher Schuss gefallen ist. Ob der genaue zeitliche Ablauf jemals aufgeklärt werden kann, weiß ich heute noch nicht“, betonte die Staatsanwältin.

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