Erste Meroder Ritterspiele trotzen dem Regen

Von: Gudrun Klinkhammer
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Während sich Hühnerdieb „Rotzpuckel“ der drohenden Bestrafung entziehen wollte, stellten sich die Rittersleut auch hoch zu Roß dem Wettkampf. An über 20 Ständen servierten Gastleute mittelalterliche Speisen und Getränke. Foto: Gudrun Klinkhammer

Merode. „Rotzpuckel“, der Hühnerdieb, hat ganz schreckliche Zähne. Nach allen Seiten stehen sie ab. Wegen Diebstahls und Fluchen am Sonntag wurde „Rotzbuckel“ während der Ritterspiele in Merode steckbrieflich gesucht. Wer ihn fand, musste ihn sofort den Wachen übergeben.

Anschließend durfte der Unhold von den Kindern mit gewässerten Schaumstoffbällen beworfen werden. Die Suche und die Bestrafung „Rotzpuckels“ war nur eine der vielen Episoden, die die ersten Ritterspiele in Merode am Wochenende bereicherten. Die Ankündigung, dass die Spiele im Schlossgarten unmittelbar vor der Bilderbuchkulisse des hochherrschaftlichen Gebäudes stattfinden würden, bewahrheitete sich jedoch nicht. Stattdessen lagerten die Ritter mit ihren Frauen und Kindern auf einem an den Schlossgarten angrenzendem Gelände. „Rund 20 Stände mit verschiedenen Angeboten und Produkten finden die Besucher vor“, erklärte Veranstalterin Kirsten Frings aus Düren , die von Sylvia Temming und Volker Müller-Westphal unterstützt wurde.

Hinzu gesellten sich rund 300 Rittersleut etwa aus Bad Münstereifel, Münster, Limburg und Belgien, die es sich in neun verschiedenen Zeltlagern gemütlich gemacht hatten. Für die Kampfbahn hatte Kirsten Frings 250 Tonnen Sand anfahren lassen. Abnehmer für den Sand, der nach der Veranstaltung keine Verwendung an dieser Stelle mehr finden wird, wurden am Samstag noch gesucht. Verblüffendes zeigte während des vielseitigen Programms das Gespann „Tarek und Sady“ auf der Kampfbahn. Pferdetrainerin Sylvia „Sady“ Czarnecki und ihr handzahmer Hengst Tarek zeigten Kunststücke der Extraklasse. Die Pferdetrainerin und ihr Schützling vertrauen sich aufgrund langjähriger Erfahrung blind.

Trotz des durchweg schlechten Wetters zogen die ersten Meroder Ritterspiele zu Pferd viel Publikum an. André Ruck aus Düsseldorf moderierte auf flotte Weise das Turnier. Er sah auf den „Sonnenstands-Messer“, den er in der Tasche trug, damit die Spiele auch pünktlich starteten. Dann stellte er die beiden „Kumpaneien“ vor, die gegeneinander antraten. Eine Kumpanei bestand bestand aus Strebern, die andere aus jenen, die gerne Schindluder treiben. Handgeklapper in Form von „appelatio maximalis“ war den Rittersleut sicher.

Wer mochte, konnte im Badezuber von Michael Jansen aus Zülpich entspannen. Rund 2000 Liter warmes Wasser und ein kühles Bier luden zum Verweilen ein.

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