Erste Kohlezüge rollen über die verlegte Hambachbahnstrecke

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Die ersten Züge der Hambachbahn fahren seit Montag auch über die neu verlegte Strecke in Richtung Kraftwerk.

Ellen. Im 20-Minuten-Takt verlassen voll beladene Kohlezüge den Kohlebunker des Tagebaus Hambach in Höhe Ellen. Seit Montag rollen sie auch über die neue Trasse der Hambachbahn zu den Kraftwerken im Rhein-Erft-Kreis.

Im Rahmen der Verlegung der RWE-eigenen Bahnstrecke ist damit ein wichtiger Schritt abgeschlossen. Bis zum Herbst werden die leeren Züge noch über die alte Bahnstrecke in Richtung Tagebau Hambach fahren. Sukzessive aber werden in den nächsten Monaten auch die übrigen Gleise angeschlossen. Voraussichtlich ab November wird der gesamte Bahnverkehr zwischen Tagebau und Kraftwerken über die Neubaustrecke fließen.

RWE Power investiert nach eigenen Angaben über 120 Millionen Euro in die Verlegung. Dazu gehörten der Bau von 17 Brücken und umfangreiche ökologische Maßnahmen.

2008 wurde mit den Bauarbeiten an der neuen Trasse begonnen, da der fortschreitende Tagebau Hambach die bestehenden Gleise 2014 in Anspruch nehmen wird. Um die Belastung der Anwohner zu senken, wurde die neue Strecken in einer sogenannten Einschnittlage gebaut. Das bedeutet: Die Schienen der 15 Kilometer langen, zweigleisigen Strecke wurden durchgängig rund zwölf Meter tief unter dem Geländeniveau verlegt. Dazu mussten rund sechs Millionen Kubikmeter Erde abgefahren werden.

Für das Schienenbett der Neubautrasse hat der Energiekonzern 130.000 Tonnen Schotter aufgeschüttet. Darauf wurden rund 50.000 Schwellen verlegt, auf denen die Schienenprofile befestigt wurden. Zusätzlich mussten 25 neue Weichen installiert werden. Für die Sicherheit im Zugverkehr sorgt eine moderne Signal- und Zugsteuerung, die in das zentrale Stellwerk in Auenheim eingebunden ist. Mit der jetzt erfolgten Anbindung wird die neue Hambachbahn Teil des rund 300 Kilometer langen Eisenbahnnetzes der RWE Power.

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