Erste Kinderfeuerwehr nimmt Dienst auf

Von: Gudrun Klinkhammer
Letzte Aktualisierung:
8818383.jpg
Die Mitglieder der „Grisu - Die Kinderfeuerwehr-Crew“ aus Embken sind mächtig auf Zack. Sie kennen ein Feuerwehrauto bereits in- und auswendig und wissen, die einzelnen Utensilien zu benennen und auch zu benutzen. Foto: Gudrun Klinkhammer
8818363.jpg
Die ehrenamtlichen Betreuer der Kinderfeuerwehr: Löschgruppenführer von Embken-Muldenau, Marco Pütz (von rechts.), Sekundarschul-Pädagogin Nicole Schöppen, Erzieherin Helga Braun und Erzieherin Britta Latz.

Embken. „Feuerwehrzeichen?“ David Latz verdreht die Augen und traut seinen Ohren nicht. Der Sechsjährige korrigiert die laienhafte Bezeichnung für ein spezielles Feuerwehrutensil mit Nachdruck und fachmännischen Worten: „Das ist kein Feuerwehrzeichen! Das, was du da in der Hand hältst, ist eine Feuerwehrkelle.“

Die Kinder, die sich am Mittwochnachmittag zum dritten Mal im Feuerwehrgerätehaus in Embken trafen, sind Mitglieder der Kinderfeuerwehr. Bei dieser Gruppe handelt es sich um die erste dieser Art im Kreis Düren.

„Kinder aus dem Blaulichtmilieu“

50 Prozent der Sechs- bis Neunjährigen stammen aus dem „Blaulichtmilieu“, wie Marco Pütz augenzwinkernd feststellt. Marco Pütz ist der Löschgruppenführer von Embken-Muldenau und gleichzeitig der Vorsitzende des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr vor Ort. Mit „Blaulichtmilieu“ deutet er die Herkunft der Mitglieder der Kinderfeuerwehr an, die eben nicht selten aus Familien stammen, in denen die Eltern der Feuerwehr angehören oder bei der Polizei arbeiten.

Mitte September wurde „Grisu – Die Kinderfeuerwehr-Crew“ aus der Taufe gehoben. Namensgeber Grisu ist ein kleines, grünes Stofftier in Drachenform mit rotem Feuerwehrhelm. In Embken wird damit einem Trend nachgegeben, der richtungsweisend sein könnte. Marco Pütz weiß aus Erfahrung: „Kinder erst im Alter von zehn Jahren zur Jugendfeuerwehr zuzulassen, das ist eigentlich schon zu spät.“

Auch die Jüngeren im Vorschul- und Grundschulalter interessieren sich oft brennend für die Themen der Feuerwehr. Für die Freiwillige Feuerwehr ist die Nachwuchsgewinnung derzeit genauso überlebenswichtig wie für alle anderen vereine auch.

Mit der Kinderfeuerwehr soll zunehmend Nachwuchskräften die Türe geöffnet werden. Inzwischen gibt es sogar auf Landesebene Überlegungen, dieser Idee eine gesetzliche Grundlage zu schaffen. Während der Brandschutzerziehung in Kindergärten fielen Marco Pütz und seinem Kollegen Karl-Heinz Latz das Interesse der Kleinen auf. Sie suchten drei ehrenamtliche Betreuerinnen, erstellten ein Programm und regelten die versicherungstechnischen Fragen. Nach neun monatiger Planung konnte das Projekt Kinderfeuerwehr dann erfolgreich in Embken starten.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert