Düren - Erste Ideen für die Umgestaltung des Kaiserplatzes

Erste Ideen für die Umgestaltung des Kaiserplatzes

Von: Jörg Abels
Letzte Aktualisierung:

Düren. Drei Tage lang haben Landschaftsarchitekten dreier Büros aus Berlin und Bochum über die zukünftige Gestaltung des Kaiserplatzes gebrütet. Sie haben sich in einer Entwurfswerkstatt vor Ort ein Bild gemacht und mit den Rahmenbedingungen des Denkmalschutzes und der unverzichtbaren Bushaltestellen vertraut gemacht.

Sie haben Anregungen von Bürgern entgegengenommen und mit Blick auf das im Masterplan beschriebene Leitbild „Wasser in die Stadtmitte bringen“ erste Ideen entwickelt, die sie nun noch bis zum 4. Oktober im Detail ausarbeiten werden.

Bei der Präsentation der Zwischenergebnisse am Donnerstagabend im Rathausfoyer wurden einige Facetten aber bereits klar. Um die Attraktivität des Kaiserplatzes und damit die Aufenthaltsqualität zu erhöhen, könnte zum Beispiel die Rathausempore, von den Planern auch „Stadtbalkon“ genannt, stärker genutzt werden, beispielsweise mit einer temporären Gastronomie, schlagen die Experten des Berliner Büros „Topotek 1“ vor.

„Essen und die Sonne genießen“ könnte sich dann auf einer mit Sitzauflagen ausgestatteten Rathaustreppe fortsetzen. Eine Idee, die auch das Team „wbp“ aus Bochum und das Berliner Büro „Lützow 7“ aufgegriffen haben, die sich die Rathausempore auch als Lounge für Veranstaltungen, die im Rathaus-Foyer stattfinden, vorstellen können.

Denn – und das ist den ersten Ideen aller drei Büros gemein – die Ausrichtung des Kaiserplatzes soll sich ändern: Stand bei Konzerten die Bühne bislang im westlichen Bereich an der Wilhelmstraße, so schwebt den Landschaftsarchitekten in Zukunft eine Nord-Süd-Ausrichtung vor. Vor der Treppe könnten begehbare und variabel einsetzbare Wasser- und Lichtspiele installiert werden, die bei Veranstaltungen abgedeckt werden.

Eine Bühne würde dann an oder auf der Busspur platziert. Ein Büro schlägt vor, inmitten der Platanen auf der Südseite des Platzes einen Freiraum für eine Bühne zu schaffen und mit Bäumen den Übergang zum Marktplatz zu gestalten. Das würde auch in Zukunft Großveranstaltungen auf dem Kaiserplatz erlauben, unter der Voraussetzung, dass dann – wie bisher – der Busverkehr auf die umgebenden Straßen verlagert werden muss.

Der Kaiserplatz soll trotz der bislang trennenden Busspur wieder als Ganzes wahrgenommen werden. Das könnte ein einheitlicher Belag ermöglichen, unter Verzicht auf hohe Bordsteinkanten – vorausgesetzt, das Material wird so gewählt, dass es auch den immensen Belastungen des Busverkehrs standhält. Alle Planer sehen im westlichen Bereich des Platzes in Zukunft Bäume und Bänke, die zum Verweilen einladen sollen.

Die erste Resonanz auf die Ideen war positiv. „Alle drei Entwürfe zeigen großes Potential, um die Aufenthaltsqualität und die Funktionalität zu stärken“, erklärte der stellvertretende Bürgermeister Thomas Floßdorf (CDU)

Bis zur Präsentation ihrer endgültigen Ergebnisse haben die drei Planungsbüros nun vier Wochen Zeit, ihre Vorstellungen zu konkretisieren. Anschließend wird ein Auswahlgremium, das sich aus Landschaftsarchitekten, Stadtplanern, Politikern und Mitgliedern der Verwaltung zusammensetzt, über die Vorschläge beraten und der Politik ein Vorschlag unterbreiten, welches Konzept umgesetzt werden soll. Für die Neugestaltung des Kaiserplatzes sind rund 1,6 Millionen Euro veranschlagt. Der Umbau soll 2018 erfolgen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert