Ersetzt bald ein Biergarten das Annazelt?

Von: smb
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Sind zufrieden mit den neun Kirmestagen in Düren: Schausteller Hans-Bert Cremer und Platzmeister Achim Greif. Foto: smb
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Impressionen vom Feuerwerk am Freitagabend. Foto: sera

Düren. Der Vertrag mit dem Zeltwirt ist in diesem Jahr ausgelaufen. Die Zukunft des Annazeltes auf dem Kirmesplatz wird damit neu verhandelt, die Ausschreibung läuft. „Es kann sein, dass das Zelt bleibt. Denkbar ist aber auch, dass es statt des Zeltes einen großen Biergarten gibt“, sagt Platzmeister Achim Greif.

Eine Entscheidung werde zum Jahresende fallen, einige Bewerber hätten sich in der vergangenen Woche ein Bild von der Situation gemacht. Eines sei aber klar: „Die Seniorennachmittage, der Rheinische Abend und das Boxen müssen dort weiterhin stattfinden können.“ Für den Platzmeister gehen intensive Tage zu Ende. Die Wettervorhersagen kann er von nun an entspannter verfolgen.

„Am Familientag hatten wir wirklich Pech“, sagt Hans-Bert Cremer, Vorsitzender des Verbands Reisender Schausteller Düren. Allerdings sei dafür an den folgenden Tagen tagsüber mehr los gewesen als sonst. Viele Familien hätten ihren Ausflug verschoben. Mit den Besucherzahlen insgesamt sind Cremer und Greif zufrieden, auch wenn es Jahre gegeben hat, in denen der Platz voller war.

„Es war eine Kirmes der Höhenrekorde, der Platz war sehr gut bebaut“, lobt Cremer den Platzmeister zum Abschluss. Die Kirmes sei zwar auch sonst gut aufgestellt, aber besondere Fahrgeschäfte würden die Besucher eben auch besonders anziehen.

Eine Kirmes der Umsatzrekorde hat das Jahr 2014 nicht mit sich gebracht. „Die Kirmes ist nicht so gelaufen, wie wir es uns gewünscht hätten“, resümiert Schausteller Rudolf Barth, der den „Olympia Looping“ betreibt. Beim letzten Besuch sei das Geschäft gut gelaufen, in diesem Jahr sei ein drastischer Rückgang der Fahrgastzahlen zu verzeichnen. Für den Kostenaufwand, den der Transport und der Aufbau der Achterbahn verursachen würden, sei zu wenig los gewesen.

„Das Wetter und die Wetterberichte haben in diesem Jahr eine große Rolle gespielt“, weiß Wolf Clauß, der den „Playball“ betreibt. „Außerdem merken wir, dass die Geldbeutel zum Monatsende nicht mehr voll sind. Und jeder kann sein Geld eben nur einmal ausgeben.“ Am Freitag habe das Geschäft merkbar angezogen. „Ein großes Lob möchte ich an die Dürener richten. Man merkt, dass die Annakirmes für sie einen hohen Stellenwert hat: Sie halten ihr bei jedem Wetter die Treue.“

Wird das Bier überall teurer?

„Die Kunden haben es nicht honoriert, dass die Dürener Gastronomen den Bierpreis nicht erhöht haben“, zieht Gerd Suhr ein für ihn ernüchterndes Fazit. „Damit habe ich nicht gerechnet“, betont der Merkener, der eine Preiserhöhung für 2015 nicht mehr ausschließt. Positiv bewertet Suhr, dass das Problem „Glasbruch“ reduziert werden konnte.

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