Düren - Eröffnungsprozession zum Muttergotteshäuschen

Eröffnungsprozession zum Muttergotteshäuschen

Letzte Aktualisierung:
12163237.jpg
Traditionsgemäß pilgerten am letzten Apriltag katholische Christen von der Annakirche zum Muttergotteshäuschen. Foto: Kevin Teichmann

Düren. Bei ungewöhnlich kaltem Wetter für diesen Zeitpunkt im Jahr begaben sich zahlreiche Gläubige am Samstagabend zum Vorplatz der St.-Anna-Kirche. Traditionell wird am Abend des 30. Aprils eine Eröffnungsprozession vollzogen.

Hierbei schreiten zahlreiche Pilgerer vom St.-Anna-Vorplatz zum Muttergotteshäuschen in der Gemeinde St. Josef, der Wallfahrtskapelle an der Zülpicher Straße. Während der diesjährigen Prozession sprachen die Christen Gebete und sangen die Marienlieder „Lobe den Herren“, „Gegrüßet seist du, Königin“, „Wunderschön prächtige“, „Sag an, wer ist doch diese“, „Lasst uns erfreuen herzlich sehr, Halleluja“, „Freu dich, du Himmelskönigin“, „Maria, dich lieben, ist allzeit mein Sinn“ und „Maria Maienkönigin“.

Trotz Fuß-Operation im vergangenen Jahr ging Aachens Domkapitular Franz-Josef Radler, der für die Prozession angereist war, ebenso die rund zwei Kilometer bis zum Muttergotteshäuschen zu Fuß. Halt machte man nur einmal kurz, als an der St. Josef-Kirche das Muttergottesbild von der St. Josef-Schützenbruderschaft abgeholt wurde.

Das diesjährige Wallfahrtsthema lautet: „Respekt voll leben.“ Hierzu predigte Radler, der in Düren aufwuchs und dieses Jahr seinen 66. Geburtstag feiern durfte, eine Lesung des Apostels Paulus an die Römer, machte auf das Jahr der Barmherzigkeit aufmerksam – „Gott ist für uns, Gott ist bei uns“ – und erinnerte sich an seine Kindheit: „Ich bin 300 Meter Luftlinie von diesem Muttergotteshäuschen entfernt aufgewachsen. Diese Prozession und auch die Gemeinde St. Josef bedeuten mir sehr viel.“ Er nahm wieder Bezug auf die Barmherzigkeit: „Ich wünsche allen, die Pforte des Muttergotteshäuschens als Pforte der Barmherzigkeit zu empfinden. Hier soll man Liebe spüren.“

Radler rief dazu auf, Bedürftigen zu helfen: „Wir wollen anpacken, wo Not ist, wo Menschen auf der Flucht Hilfe brauchen.“ Frei nach dem „Motto“ der Wallfahrt wünschte Radler „uns allen ein respektvolles Leben“ und schloss nach der Segnung der Pilgerkerze mit der festen Überzeugung, dass „wir uns unseres Glaubens nicht schämen müssen, sondern dazu stehen dürfen“.

Die Pilgermessen finden ab jetzt immer um 18.30 Uhr statt.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert