„Ernährung gestern und heute“: Spannende Beiträge auf 208 Seiten

Von: Fred Schröder
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„Ernährung gestern und heute“ lautet der Schwerpunkt des neuen Kreisjahrbuches. Gestern symbolisiert dabei auch die Rekonstruktion einer frühneolithischen Auerochsenjagd. Zeichnung: B. Clarys
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Große Themen im Jahrbuch 2017: Gerda Kückhoven und Guido von Büren (vorne rechts) sowie Ludger Dowe (Mitte) und Bernd Hahne (r.) stellten das neue Buch gemeinsam mit Landrat Spelthahn vor. Foto: fjs

Düren. Immer wenn Weihnachten naht, ist das Jahrbuch des Kreises Düren nicht mehr weit. Das ist auch diesmal wieder so. Seit 20 Jahren geben die ehrenamtliche Redaktion und der Verlag Hahne & Schloemer das Jahrbuch heraus.

„Wir wollen die Kreisgeschichte aktuell halten“, so Landrat Wolfgang Spelthahn bei der Vorstellung des Buches, das in der Ausgabe 2017 die „Ernährung gestern und heute“ als Schwerpunkt hat, darüber hinaus aber auch Einblicke in andere Themen aus dem Düren-Jülicher Raum gibt.

„Sage mir was du isst und ich sage dir, wer du bist“, schreibt Guido von Büren über seine Streifzüge durch die Geschichte der Ernährung im Düren-Jülicher Land und erwähnt dabei eher beiläufig, dass es im ersten Weltkrieg eine Militäreinheit in Jülich gab, deren Major Gemüse anbauen ließ und damit einen Ernährungsengpass umging.

Am Beispiel des Junglandwirts Christian Schleicher aus Berzbuir beschreibt Josef Kreutzer den Wandel in der Landwirtschaft. Und manch einem dürfte das Wasser im Mund zusammen laufen, wenn Anne Krings „Buon appetito“ wünscht und beschreibt, wie mit den Gastarbeitern auch die internationale Küche, vom Italiener über Griechen und Türken bis zum Chinesen, nach Düren kam.

Dass sie dabei auch in den italienischen Eisdielen vorbeischaut, versteht sich dabei von selbst. Bernd Hahne stellt in seinem Beitrag „Zucker – das weiße Gold“ die Geschichte der Zuckerherstellung in der Region vor und sein Bruder Achim Hahne schaut zurück in das Jahr 1816, das Jahr ohne Sommer.

Wie Landwirte in der Region an den Erkentnissen der Forscher im FZJ partizipieren, beschreibt Erhard Zeiss und Ludger Dowe lässt mehrere Co-Autoren die Facetten des Fastens in den Religionen vorstellen.

Das sind nur einige Beispiele aus dem 208-Seiten-Buch, das auch mit dem Beitrag von Herbert Pelzer das karge Leben eines der ersten italienischen Wanderarbeiter beschreibt. Guiseppe aus Venetien, der vor mehr als hundert Jahren aus der Alpen-Region kam, in der Provinz Venetien geboren wurde, dann in Hergarten die Liebe seines Lebens fand und letztlich in Hochkirchen lebte und dort beerdigt wurde.

Interessant auch der Einblick in die Geschichte der Schwimmbäder in Düren, das Porträt der Fabrik für Kultur und Stadtteil und der Lüpertz-Besuch in Linnich. Darüber hinaus erwähnt das Jahrbuch 2017 aber auch einen Blick in die Geschehnisse der Städte und Gemeinde im Kreis. „Wir legen Wert auf interessante Originalbeiträge, die möglichst alle Themenbereiche und Gebiete des Kreises abdecken“, so Mitredakteur Bernd Hahne zur Auswahl der Themen.

Das Buch gibt es in den Buchhandlungen im Kreis Düren.

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