Erlebte Pflegegeschichte mit Schwester Liliane

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Schwester Liliane Juchli kommt zum „Forum Pflege“ in Düren.

Düren. Generationen von Pflegekräften haben mit ihrem Lehrbuch gelernt: Die Schweizer Ordensschwester Liliane Juchli feierte vor wenigen Tagen ihren 80. Geburtstag. Am Dienstag, 12. November, kommt die Frau, die wie kaum jemand anderes die Pflege im deutschsprachigen Raum geprägt hat, nach Düren.

Das Krankenhaus Düren hat Schwester Liliane für die zweite Auflage seiner öffentlichen Veranstaltungsreihe „Forum Pflege“ gewonnen. Im Winkelsaal von Schloss Burgau trifft die Ordensfrau auf Thomas Kutschke, einen anerkannten Bildungsexperten und Pflegewissenschaftler, der ganz maßgeblich die aktuelle Berufspolitik prägt und gestaltet. Von 14.30 bis 18 Uhr stellt das Krankenhaus mit diesen beiden prominenten Referenten wieder berufspolitische Themen in den Mittelpunkt. Pflegefachkräfte aller beruflichen Richtungen und alle anderen Interessierten sind dazu herzlich ins Schloss Burgau eingeladen.

Der Professionalisierungsprozess der Pflege scheint gelegentlich auf halbem Wege stecken geblieben zu sein. Erst bei der Auseinandersetzung mit der Geschichte der Pflegeberufe bemerkt man, was engagierte Pflegekräfte erreicht haben.

Anerkannte Expertin

Nur wenige Zeitzeugen können so authentisch wie Schwester Liliane Juchli durch einen Rückblick auf ihr Pflegeleben nachzeichnen, wo die Pflege heute steht und welchen Weg sie genommen hat. Vor 40 Jahren erschien die 1. Auflage ihres Lehr- und Lernbuches „Allgemeine und spezielle Krankenpflege“. Es wurde über eine Million Mal verkauft! In den 1980er-Jahren formulierte Liliane Juchli vor dem Hintergrund ganz persönlicher Erfahrungen für die Pflege eine neue ganzheitliche Sichtweise auf den Menschen. Das an den Bedürfnissen des Pflegeempfängers ausgerichtete Pflegemodell der Aktivitäten des täglichen Lebens (ATL) prägte ein Menschenbild, das nicht nur die körperlichen, sondern auch die seelischen Belange des Menschen in das Aufgabenfeld Pflegender rückte. Für ihre Arbeit erhielt Schwester Liliane viele Ehrungen.

Wenn es um die Darstellung der aktuellen und künftigen Herausforderungen geht, sind von Thomas Kutschke wertvolle Impulse zu erwarten. Der 46-Jährige ist Geschäftsführer der Katholischen Bildungsstätte für Gesundheits- und Pflegeberufe in Mönchengladbach. Der Pflegewissenschaftler und Bildungsexperte engagiert sich unter anderem als Landesvorsitzender NRW im Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe und als stellvertretender Landesvorsitzender NRW des Deutschen Pflegerates. In seinen Veröffentlichungen und Vorträgen plädiert er für eine Zusammenführung der Pflegeberufe, für eine Durchlässigkeit des Bildungssystems in der Pflege bei unterschiedlichen Qualifikationsprofilen und einen Ausbau der Akademisierung.

Film „Leiden schafft Pflege“

Neben den inhaltlichen Schwerpunkten möchte das Krankenhaus Düren nicht versäumen, die beruflichen Leistungen von Schwester Liliane Juchli zu würdigen: Der Film „Leiden schafft Pflege“ von Marianne Pletscher, der im Rahmen der Veranstaltung gezeigt wird, ist eine Hommage an die engagierte Ordensfrau.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

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