Erinnerung darf nicht verblassen

Von: fjs
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Die Rückriem-Stelen im Stadtgebiet waren der Treffpunkt für viele Bürger, um der Reichspogromacht am 9. November 1938 zu gedenken. An diesem Abend begann der Massenmord der Juden in Europa. Foto: Schröder

Düren. Auch der strömende Regen hielt nicht ab vom Gedenken. An den zehn Rückriem-Stelen im Stadtgebiet Düren gedachten viele Bürgerinnen und Bürger, darunter eine sehr große Zahl junger Leute, der Reichsprogomnacht am 9. November 1938.

An dem Abend, als jüdische Synagogen und Geschäfte brannten, begann die systematische Verfolgung und Vernichtung der Juden.

An der Stele Schützenstraße, nur einen Steinwurf vom Standort der früheren Synagoge entfernt, mischte sich Bürgermeister Paul Larue unter die Teilnehmer.

„Wir Christen verstecken uns nicht”, erklärte Jugendpfarrer Wenzel, und Paul Larue betonte, dass bei aller Freude über den Fall der Mauer vor 20 Jahren nicht vergessen werden dürfe, was am 9. November 1938 in Gang gesetzt wurde.

An der Stele Gerstenmühle in der Oberstraße waren es vorwiegend Schülerinnen und Schüler, die forderten: „So etwas darf nie wieder geschehen”.

„Die Ermittlung”

Schülerinnen und Schüler des Mittelkurses der Gesundheits- und Krankenpflegeschule an der LVR-Klinik Düren spielten am selben Abend Szenen aus dem Stück „Die Ermittlung - Oratorium in elf Gesängen” von Peter Weiss. Hierbei handelt es sich um dokumentarisches Theater der Moderne.

In den elf jeweils dreifach unterteilten Gesängen versucht der Autor, aus den Aussagen von Angeklagten und Zeugen, Anklägern, Richtern und Verteidigern in Frage und Antwort die Realität des Auschwitz-Prozesses zu rekonstruieren.

Der Mittelkurs hatte drei Wochen vorher mit den Proben begonnen und konnte an dem Abend die Zuhörer beeindrucken. Pflegedirektorin Jutta Schlegel und Dr. Knauer, Ärztlicher Direktor, lobten die Leistung der jungen Menschen ausdrücklich.
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