Erfahrungsaustausch mit den USA: Neue Ideen zur Integration

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Sie reisten zum Erfahrungsaustausch in Sachen Integration in die USA (v.l.): Jean-Jacques Badji, Gaby Uerlichs, Dagmar Linzenich, Nadine Görtz und Emmanuel Ndahayo.

Kreis Düren. Eine Dienstreise in die USA – für viele multinationale Unternehmen eine Selbstverständlichkeit, für Mitarbeiter von Kirchen, Wohlfahrtsverbänden und Verwaltung und für ehrenamtliche Kommunalpolitiker eine seltene Auszeichnung.

Emmanuel Ndahayo (Vorsitzender des Integrations- und Migrationsausschusses des Kreises), Gaby Uerlichs (Sozialdienst katholischer Frauen Düren), Jean-Jacques Badji (Evangelische Gemeinde zu Düren) sowie Dagmar Linzenich und Nadine Görtz (Kommunales Integrationszentrum Kreis Düren) hatten sich erfolgreich für einen Erfahrungsaustausch mit den USA beworben.

Mit Kollegen aus Düsseldorf, Freiburg, Münster und Leipzig gehörten sie zu der Gruppe von 25 deutschen Teilnehmern, die in der Integrationsarbeit vor Ort tätig sind und in die USA reisen durften. Sie freuten sich über die Auszeichnung, zeigt die erfolgreiche Bewerbung für das Projekt doch, dass die gute Zusammenarbeit und das langjährige Engagement auch über die Grenzen des Kreises Düren hinaus Beachtung finden.

Der zehntägige Besuch war Teil des Welcoming Communities Transatlantic Exchange (WCTE), eines wechselseitigen Austauschprogramms für Fachleute in den USA und Deutschland, die in der Integrationsarbeit tätig sind. WCTE bringt in jedem Jahr über 40 Menschen aus neun Kommunen auf beiden Seiten des Atlantiks zusammen mit dem Ziel, Netzwerke auszubauen sowie gute Beispiele und innovative Ideen zur Integration von Flüchtlingen und Migranten auszutauschen und sie einer breiten Öffentlichkeit vor Ort zugänglich zu machen.

Besuch in Washington D.C

Während des Aufenthaltes in den Vereinigten Staaten besuchte die Gruppe zunächst Washington D.C, um einen Überblick über nationale Aspekte der Aufnahme von Flüchtlingen und der US-Einwanderungspolitik zu gewinnen, bevor sie, aufgeteilt in drei Untergruppen, die Städte Detroit (Michigan), Nashville (Tennessee) und Salt Lake City (Utah) und anschließend gemeinsam Los Angeles (Kalifornien) besuchten.

In jeder Stadt erhielten die deutschen Teilnehmer die Gelegenheit, US-amerikanische Fachleute zu treffen und Einblick in die vielen unterschiedlichen Ansätze zu gewinnen, die Städte entwickelten, um der Herausforderung einer nachhaltigen Integration von neu Eingewanderten zu begegnen. Hierzu gehören Unterbringung, Beschulung und Arbeitsmarktintegration, aber auch die Betreuung besonders schutzbedürftiger Gruppen sowie die Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen privaten und öffentlichen Organisationen.

Der Besuch in den USA war der erste Teil des Austauschprogramms. Im November werden 16 Teilnehmer aus den US-Partnergemeinden nach Deutschland kommen, um aus erster Hand Ansätze und Aktivitäten der deutschen Städte und des Kreises Düren kennenzulernen.

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