„Erbärmlich”: Stadt will bei 100-Jährigen sparen

Von: cl
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Düren. Dass auch die Menschen in Düren immer älter werden, kommt die Stadt teuer zu stehen. Wobei die Definitionen des Begriffs „teuer” in diesem Zusammenhang sicherlich unterschiedlich ausfallen werden.

750 Euro hat die Stadt Düren im Jahr 2007 für Geburtstagsgeschenke an Menschen ausgegeben, die 100 Jahre oder älter geworden sind. 15 Personen erhielten die von der Stadt obligatorisch überwiesenen 50 Euro.

2008 waren es 17 Altersjubilare, an diesem Jahresende werden es 20 sein. Jetzt hat die klamme Stadt die Reißleine gezogen: Ab dem kommenden Jahr gibt es, wenn es nach den Vorstellungen der Stadtverwaltung geht, für die Dürener im Alter von 100 und mehr Jahren keine Geschenke mehr.

Die Politik soll über diesen Vorschlag in der kommenden Ratssitzung entscheiden. Schon vor sechs Jahren war die Ehrengabe des NRW-Ministerpräsidenten für Altersjubilare ersatzlos gestrichen worden. Düren spart sich schon seit März 2007 die Geschenke an Ehejubilare.

„Eine Sanierung des Haushalts zu Lasten 100-Jähriger ist schon ein erbärmliches Zeichen”, urteilte Stadtratsmitglied Lothar Böling (Freie Liste).
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