Düren - Entenvolksfest auf der Rur

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Entenvolksfest auf der Rur

Von: bel
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Ente
Diese junge Dame brachte der Siegerente der Sponsoren Glück. Foto: Bruno Elberfeld

Düren. Es ist schon mutig oder auch ein bisschen verrückt, sagen die einen, das Entenrennen in der Rurstadt Düren ausgerechnet am letzten Samstag parallel zur Annakirmes zu veranstalten. Die anderen sagen, dass das genau richtig ist, weil ja während der Kirmes sowieso viele Gäste Düren besuchen.

Nun, in diesem Jahr waren gut 1500 neugierige Zuschauer auf der Johannesbrücke und an den Ufern der Rur hinter den Büschen. Hatte es beim ersten Rennen im letzten Jahr aus allen Wolken geschüttet, waren die Gesichter der Menschen dieses Mal nass von Schweiß. Der Wettergott meinte es gut mit Veranstaltern, Enten und Zaungästen.

150 Sponsoren-Enten, das Stück zu 100 Euro, und knapp 2500 kleine Entchen, Stückpreis fünf Euro, wurden zeitversetzt zu Wasser gelassen. Bürgermeister Paul Larue und die Präsidentin des Lions Clubs Düren-Rurstadt, Doris Hövelmann, gaben nach einer kurzen Begrüßung das Startzeichen für die Sponsoren-Enten.

Viel Volk blickte gemeinsam mit Johannes Nepomuk von der Rurbrücke flussaufwärts. „Siehst du schon was? Mensch, das muss doch langsam los gehen!” Die Spannung wuchs. Wettkampfatmosphäre. Bevor es zwischen den Blättern der Bäume gelb schimmerte, ertönte die Stimme von Moderator Richard Müllejans. „Meine Damen und Herren, sehen Sie”, rief er in die Sprechanlage, „die Enten geben ihr Bestes. Einige sind vor Anstrengung schon umgekippt!” Und die Leute klatschten die Schwimmer begeistert ins Ziel. Ein Flair wie bei den Schwimmmeisterschaften in Rom. Die Organisatoren versicherten, dass keine unerlaubten Mittel eingesetzt worden seien.

Bei keiner einzigen Ente, weder bei den großen, noch bei den kleinen, wurden Dopingmittel festgestellt. Auf moderne Schwimmanzüge hatte man großzügig verzichtet, weil alle Enten gut trainiert waren. Das Ziel war eine enge Schleuse, ein Rohr, durch das jeweils nur eine Teilnehmerin durchpasste. Bei den Sponsoren gewann die Ente der Dürener Kreisbahn, gefolgt von den Enten der Stadtwerke Düren und der Firma Quadriga.

Bevor die „Volksenten” an den Start gehen konnten, musste das Zielrohr verkleinert werden. Große Ente großes Rohr, kleine Ente kleines Rohr. Doch, oh, Tücke des Objekts, irgendwie passten die kleineren Rohre nicht zusammen. Verzögerung. Das Publikum wurde unruhig. Mit 20-minütiger Verspätung ertönte der Startschuss. Etwa 2500 kleine Badewannenentchen gingen auf die Reise.

Die Entenpaten auf den Rängen fieberten mit den Schwimmern mit, feuerten sie lauthals an. Doch nur eine konnte gewinnen. Die Helfer in ihren Booten, sowohl am Start als auch am Ziel, hatten alle Hände voll zu tun, galt es doch, möglichst alle Enten aus der Rur zu fischen. Die Anwohner der Ortschaften flussabwärts würden sich beschweren, wenn in den nächsten Stunden zu viele Enten entkommen wären.

Zufriedenheit machte sich breit. Die Organisatoren, an ihrer Spitze Präsidentin Doris Hövelmann, waren mit dem Verlauf und den Einnahmen glücklich. Nach Abzug aller Kosten fließen die Gelder an gemeinnützige Dürener Einrichtungen wie den Abenteuerspielplatz Düren-Ost, das Projekt Klasse 2000 der Grundschulen und viele andere.

Düren ist nicht Köln und auch nicht London. Auf dem Fühlinger See in Köln waren 2001 insgesamt 50.000 Enten am Start. Auf der Themse in London waren es im Jahr 2008 gar 250.000 Tiere. An diese Zahlen kommt Düren nicht ran, noch nicht. Aber schauen wir mal! Das nächste Jahr kommt bestimmt.

Die schönsten Sponsoren-Enten werden am 7. oder 8. August im Bürgerbüro ausgestellt. Das genaue Datum wird noch bekannt gegeben.

Die Siegernummern vom ersten bis zum zehnten Platz lauten: 561, 436, 1328, 999, 976, 209, 1874, 111, 311, 1778, 379. Die Nummer des Trostpreises, letzte Ente, lautet 379. Die Gewinner können sich beim Lions Club Düren-Rurstadt melden.
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