Düren - Entenrennen für den guten Zweck: Die Starter sind bereit

Entenrennen für den guten Zweck: Die Starter sind bereit

Von: Sandra Kinkel
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Pünktlich um 14.30 Uhr werden am Samstag 3500 gelbe Plastikenten in der Rur zu Wasser gelassen. Foto: Sandra Kinkel

Düren. Dr. Christof Börgermanns Familie geht am Samstag gleich mit fünf Enten an den Start. „Für jedes Familienmitglied eine“, sagt der 46-Jährige lachend. „Unsere Enten waren selbstverständlich auch alle im Trainingslager am Dürener Badesee. Einige sind auch noch entsprechend verziert worden, damit wir sie im Wasser wiedererkennen können.“

Börgermann ist verheiratet, hat zwei Söhne und eine Tochter, ist Chefarzt der Klinik für Urologie am Krankenhaus Düren und amtierender Präsident des Lions-Clubs „Düren-Rurstadt“. Seit zehn Jahren veranstaltet der Club das Entenrennen auf der Rur, das sich mittlerweile als echte Kultveranstaltung in Düren etabliert hat. Börgermann: „Unser Rennen ist einfach ein schönes Event und ein lustiges Spektakel. Die Leute haben Spaß, deshalb kommen sie zu uns.“

Spaß und einen amüsanten Nachmittag zu haben, ist aber nur die eine Seite der Medaille. Mit dem Entenrennen kann der Lions-Club „Düren-Rurstadt“ viel Gutes tun, schließlich kommen bei der Veranstaltung regelmäßig zwischen 35.000 und 40.000 Euro zusammen. Neben den 3500 kleinen Entchen, die für fünf Euro pro Stück verkauft werden, gibt es auch noch jede Menge Sponsoren, die den Lions-Club unterstützen.

„Wir haben zum Glück einen stabilen Sponsorenkreis, der von Jahr zu Jahr größer wird“, sagt Börgermann. „Darüber sind wir natürlich sehr froh.“ Mit dem Geld werden zahlreiche Projekte unterstützt, meistens solche, die Kinder- und Jugendarbeit zum Schwerpunkt haben. Wie immer waren die 3500 Rennenten auch in diesem Jahr sehr schnell verkauft.

Das Teilnehmerfeld einfach aufzustocken, ist aber leider nicht möglich. „Verkaufen wir mehr als 3500 Enten, werden wir umsatzsteuerpflichtig“, erklärt Börgermann. „Das möchten wir natürlich nicht.“ Es freut den Mediziner, wie groß die Unterstützung aus der Bevölkerung für die Veranstaltung ist. „Und damit meine ich nicht nur die Sponsoren.“ Beispielsweise würden auch beim Kinderkulturfest Enten für das Rennen verkauft. Börgermann: „Manchmal kaufen wirklich Menschen eine Ente, die die fünf Euro aus zwei Geldbörsen zusammenkratzen. Das ist schon ein sehr bewegendes Gefühl. Und es zeigt auch, dass den Menschen in Düren das Entenrennen am Herzen liegt.“

Börgermann engagiert sich seit vier Jahren im Dürener Lions-Club, damals musste er nicht lange überlegen, ob er die ihm angetragene Mitgliedschaft annehmen will. „Es gibt den etwas flapsigen Spruch, dass sich die Lions-Freunde aus den Gärtnern der Rotarier gebildet haben,“ sagt Börgermann lachend und erklärt auch sofort, was mit dieser Aussage gemeint ist. „Beide Vereine wollen etwas für die Gesellschaft tun. Die einen in erster Linie mit finanzieller Unterstützung, die anderen mit Zeit, Know-how und Arbeitseinsatz. Beides ist gut, mir liegt nur der Weg der Lions-Freunde, ans Ziel zu kommen, näher.“

Doping ist bei der Kultveranstaltung übrigens kein Thema – zumindest ist in all den Jahren und rund 30.000 Rennteilnehmern trotz intensiver Kontrollen noch niemand überführt...

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