Entenrennen: Anspruchsvoller Rur-Parcours mit vielen Hindernissen

Von: Kim Statzner
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Großer Bogen nötig: Die Rennenten müssen auf der Rur einem riesengroßen Artgenossen aus dem Weg schwimmen. Foto: Kim Statzner

Düren. Bestens trainiert, in Schale geworfen und voller Siegeswillen sind am Samstag auf der Rur 3500 „Sportler“ zu dem wahrscheinlich ungewöhnlichsten Rennen in Düren angetreten: Bade-Enten aus Plastik kämpften um einen Platz auf dem Treppchen.

Der Lions Club „Düren-Rurstadt“ hatte zum zehnten alljährlichen Entenrennen geladen, und sowohl stolze Entenbesitzer als auch Schaulustige zog es scharenweise an die etwa 800 Meter lange Rennstrecke auf Höhe der Dr.-Overhues-Allee mit der Zielgeraden am Stadtpark.

Zusätzlich zu den kleinen Rennenten, die im Voraus für jeweils fünf Euro erstanden werden konnten, traten außerdem mehr als 200 große Sponsorenenten in einem separaten Wettkampf an. Alle Enten wurden für diesen Anlass herausgeputzt, wobei gerade die Großen oft das Gewerbe ihrer Besitzer künstlerisch präsentierten. So gab es zum Beispiel eine Kochente, eine mit besonders windschnittigem Autolack getunte Rennente und eine Kandidatin, die vorher noch beim Physiotherapeuten fachgerecht mit Tapeband „behandelt“ wurde. Die Bedingungen waren ideal. Reichlich Wasser in der Rur sorgte für Rekordgeschwindigkeiten und pünktlich zum Start der großen Enten um 14.30 Uhr ließ sich die Sonne blicken. Passend zum Jubiläum des Wasserspektakels war der von der Feuerwehr abgesteckte Kurs in diesem Jahr besonders anspruchsvoll. „Abgesehen von den natürlichen Hindernissen wie umgestürzten Bäumen, gibt es noch eine ungewöhnliche Herausforderung für die Rennenten“, erklärte Richard Müllejans vom Dürener Servicebetrieb, der das Rennen kommentierte. „Kurz vor dem Zieleinlauf an der Johannesbrücke muss eine Riesenente passiert werden.“

Das rund zwei Meter breite Entenschlauchboot sorgte tatsächlich für reichlich Spannung und war schließlich rennentscheidend für so manche Enten, die lange vorne lagen. „Wir hatten einige lustige Ideen für dieses Jubiläum“, sagt Dr. Christof Börgermann, Präsident des Lions Clubs „Düren-Rurstadt“. „Mit viel Enthusiasmus haben wir im Vorfeld motorisierte Enten getestet, aber mussten diese Idee leider verwerfen. Bei den natürlichen Gegebenheiten auf der Rur funktioniert das einfach nicht.“ Auf und unter der Brücke hatten sich derweil große und kleine Entenfans eingefunden und jubelten ihre Favoriten ins Ziel. Barbara Penner aus Düren war zum ersten Mal dabei. Sie und ihre elf-köpfige Mannschaft waren bestens vorbereitet: Ausgestattet mit T-Shirts und Buttons feuerte das Apotheken-Team nicht nur ihre große Geschäftsente – passend verkleidet mit allerlei Materialien aus dem Laden –, sondern auch die kleinen Enten mit viel Enthusiasmus an.

Ein Ehrenplatz für die Trophäe

Vier Enten hatte die 55-Jährige am Start, alle mit einem individuellen Look. „Und wir haben zu Hause in der Badewanne trainiert. Auch wenn nicht gewinnen: Wir hatten so viel Spaß beim Schmücken und Basteln – das Rennen hat sich auf jeden Fall gelohnt.“ Sie möchte nächstes Jahr wieder teilnehmen und sagt, dass ihr Team noch sehr viele Verkleidungsideen auf Lager hat. Am Ende ist eine ihrer Enten unter den besten 20 gelandet. Vom Erlös fördert der Lions Club Projekte für Kinder und Jugendliche. Während sich die Besitzer der ersten gesponserten Ente auf einen persönlich gravierten Pokal freuen konnten, gab es für die ersten kleinen Enten Gutscheine und für den Gewinner 1000 Euro. Für den Letztplatzierten wurde ein Trostpreis vergeben: eine rote Taschenlampe und ein „Mensch-ärger-dich-nicht“-Spiel. Der Gewinner des Sponsorenwettbewerbs ist die Dürener Band „Bremsklötz“. „Wir freuen uns total“, sagt Sänger Stefan. „Unsere Ententrophäe bekommt einen Ehrenplatz.“

Preise können bis Dienstag, 8. August, im Bürgerbüro abgeholt werden.

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