Ensemble „Son d‘Aix“: Musik dringt durch Sinne und Haut

Von: Jana Peterhoff
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Ein schönes Konzert des Streichquartett-Ensemlbes „Son d´Aix“ zwischen Relikvien und Kerzenschein in der Kirche Sank Anna.

Düren. Zwischen Reliquien und Kerzenschein erklang unter der Kuppel von St. Anna Engelsmusik, entstanden unter der Feder von Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart. Vier Musiker aus unserer Region stellten sich als Ensemble „Son d‘ Aix“ den Dürener Zuschauern vor.

Das Konzert mit Streichquartett und Orgel genoss die Aufmerksamkeit der im Stillen sitzenden Menschen und die saubere Akustik des Kirchenraumes. So entstand für alle Beteiligten eine schöne Atmosphäre, die noch lange nach dem letzten Satz Anklang fand.

Musik kann man nicht erklären. Musik kann man spüren. Man kann über sie etwas wissen, aber nicht das ist ihr Zweck. Ihr Zweck ist die Freude. Diese dringt durch die Sinne, durch die Haut, durch die gröberen Schichten des Körpers hindurch, auf der Suche danach, die feineren menschlichen Ebenen zu erreichen und dort anzudocken. Und dann passiert es, dass die Musik ein zweites Leben beginnt, indem ihr Innenklang noch lange Nachhall findet.

Für den Gründer der Gattung des Streichquartetts, Joseph Haydn, ist Mozart der Größte. Die Gäste der Sankt Anna konnten zwei Werke für Streichquartett von beiden Großen genießen. Das „Vogelquartett“ C-Dur, op.33, Nr.3 von Haydn und das „Dissonanzen-Quartett“ C-Dur, KV 465, von A. Mozart. Das Quartett musizierte zusammen mit Hans-Josef Loevenich ein Orgelkonzert F-Dur von J. Haydn.

„Die Kunst des Quartettspiels“ beherrschen überzeugend Andreas Illgner (1. Violine), Kolja Katarina (2. Violine), Rebekka Zechner (Viola) und Marton Breznas Violocello).

Ferne Töne folgten nahen. Tiefe, geerdete Passagen wechselten sich mit hellen, luft- und lichtdurchlässigen musikalischen Szenen ab. Schnelle, eindeutige Aussagen eilten vor den langsamen, gebetsähnlichen Botschaften. Dankend und mit viel Applaus nahm das Publikum dieses Geschenk entgegen.

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