„Ensemble für Alte Musik“ gibt Benefizkonzert

Von: Anneliese Lauscher
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Marga Boden (Altflöte), Dagmar Faust und Bettina Schmidtke (Tenorflöten), Ulla Nestler, Erika Güsgen und Christa Schmidt-Soltau (Bassflöten) sowie Bärbel Häger (Altflöte) bereiteten den Besuchern mit ihren gekonnten Vorträgen viel Freude (v.l.n.r.). Foto: Anneliese Lauscher

Simonskall. Der Verein der Freunde und Förderer der Marienkapelle Simonskall hält ein wachsames Auge auf die im Jahre 1935 errichtete Kapelle. Auch nach einigen Renovierungsarbeiten ist immer noch genug zu tun.

Um die anfallenden Maßnahmen zu ermöglichen, ist es nötig, die Kapelle immer wieder in den Fokus zu rücken. Dies ist auch mit einem außergewöhnlichen Flötenkonzert gelungen.

Die Kapelle war leider nicht voll besetzt – der Simmerather Markt und das schöne Wetter hatten wohl einige Interessenten ferngehalten. Doch wurden die Zuhörer beschenkt mit wunderschöner Musik: Das „Ensemble für Alte Musik“ aus Leverkusen, das für dieses Benefizkonzert nach Simonskall gekommen war, bestand aus sieben Flötistinnen und wurde von Werner Falley geleitet. Das Ensemble hatte Stücke von Händel, Mozart und Gluck ausgewählt. Berthold Rüttgers, der Vorsitzende des Vereins, begrüßte erfreut das Ensemble, das bereits zum zweiten Mal den Weg nach Simonskall gefunden habe.

Georg Friedrich Händel, der berühmteste Barock-Komponist, hat seine „Wassermusik“ für King George geschrieben, erläuterte Werner Falley dem Publikum. Hieraus spielte das Ensemble einige Teilstücke; in „Air“ konnten sich die Zuhörer an einem wundervollen Dialog zwischen Tenorflöte und Bassflöte erfreuen. Das „Trumpet Minuet“ wurde munter und tänzerisch vorgetragen.

Aus dem umfangreichen Werk von Wolfgang Amadeus Mozart hatte Werner Falley unter anderem Kanons ausgesucht. „Mozart gab sich mitunter leichtfüßig, ausgelassen, manchmal verrückt“, sagte er. Ein wenig davon hörte man aus dem Kanon „Lieber Freistädter“ heraus.

Der „Reigen seliger Geister“ aus Christoph Willibald Glucks Oper „Orpheus und Eurydike“ wurde ein harmonischer Hörgenuss. Nach herzlichem Beifall spielte das Ensemble noch ein Stück von Antonio Salieri. Die Flötistinnen brillierten mit Können und Spielfreude.

„Wir haben gerne für Sie musiziert in dieser herrlichen Kapelle, die immer noch nicht vollendet ist“, sagte Werner Falley, „wenn Sie zufrieden mit uns waren, möchten wir Sie um Spenden für die Kapelle bitten.“ Damit fand er offensichtlich Gehör beim begeisterten Publikum.

Berthold Rüttgers machte auf die nötigen Sanierungsarbeiten an der Bruchsteinmauer aufmerksam; diese werden Ende September in Angriff genommen. In den Sommerferien wird in der Marienkapelle immer sonntags um 18 Uhr ein Gottesdienst gefeiert, vom 13. Juli bis zum 31. August.

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