„Ensemble Classique“ sorgt für wippende Füße

Von: Bruno Elberfeld
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Solist Peter Seitz (vorne Mitte) meisterte „Csardas“, eine Komposition für Violine von Vittorio Monti, auf der Posaune mit Bravour. Foto: bel

Düren. „Jetzt sind wir 500 Kilometer Autobahn gefahren, haben vier Staus und zwei McDonalds miterlebt und stehen hier auf der Bühne in Düren.“ Moderator Fritz Winter und seine sechs Kollegen verloren trotz der spärlich besetzten Reihen im Haus der Stadt nicht ihren Humor.

Die Besucher konnten denn auch am Ende des Konzerts zufrieden sagen: „Schade für alle, die dieses eindrucksvoll gespielte Konzert verpasst haben.“

Die sieben Musiker, drei Trompeter, drei Posaunisten und ein Schlagwerker, eingeladen von der Cappella Villa Duria, spielten im Haus der Stadt auf hohem Niveau. Alle Musiker, sowohl die Trompeter Winfried Roch, Rolf Ihler, Attila Szegedi als auch die Posaunisten Fritz Winter, Manfred Keller und Peter Seitz überzeugten mit ihren Soli und als Teamplayer. Schlagwerker Uli Heiler gab den Rhythmus vor.

Der erste Konzertteil gehörte der klassischen Sparte an: „Festliche Bläsermusik“ von Christoph von Reitzenstein, das „Konzert in C-Dur“ von Thomaso Albinoni ((1671-1751), wie eine Reihe anderer Stücke auch arrangiert vom Chef des „Ensemble Classique“, Winfried Roch. Hinzu kamen die „Altfranzösischen Tänze“ von Claude Gervaise (1510-1558) und Tänze aus dem Ballett Classique von Manuel de Falla (1876-1946) und Peter Tschaikowski (1840-1893).

Besonderer Leckerbissen

Einen besonderen Leckerbissen präsentierte Solist Peter Seitz auf seiner Posaune mit „Csardas“ von Vittorio Monti (1868-1922). Das Werk, das schon für die Violine eine recht anspruchsvolle Technik erfordert, meisterte Seitz mit Schneid.

Nicht zu vergessen im Übrigen die Eingangsmusik: die auf vielen Bühnen immer wieder erklingende „Fanfare Rotary International“, komponiert von Ensemblemitglied Winfried Roch.

Im zweiten Konzertteil erklangen Musikstücke jüngeren Datums. Bekannte Musiken von Duke Ellington (1899-1947), Fats Waller (1904-1943), Joseph Kosma (1905-1969) und des unvergessenen Leonard Bernstein (1918-1990) übernahmen das Kommando.

Und viele Männer und Frauen im Haus der Stadt kannten die Melodien, summten sie mit und ließen ihre Füße im Rhythmus der Werke wippen. „I don´t mean a thing“, „Solitude“, Melodie aus der „West Side Story“ oder „Somewhere“, Melodien die Erinnerungen wachrufen können. Mit „Tico Tico“ und „O when the saints“ setzte das „Ensemble Classique“ einen unvergesslichen Schlussakkord.

Das „Ensemble Classique“ wird schon seit vielen Jahren als „einzigartiger, homogener Klangkörper von hoher technischer Brillanz und superber Musikalität“ bezeichnet.

Dem konnten die Besucher durchaus zustimmen. Zu ergänzen ist die witzig-humorvolle Art, wie Moderator Fritz Winter mit einer Mischung aus Anekdoten und Informationen durch das Programm führte.

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