Düren - Engelbert Wrobel begeistert mit rasanter Musik im Winkelsaal

Engelbert Wrobel begeistert mit rasanter Musik im Winkelsaal

Von: Gudrun Klinkhammer
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Begeisterte während der Lions-Kulturtage die Besucher: das „Transatlantic Jazz Swingtet“ mit Klarinettist Engelbert „Engel“ Wrobel an der Spitze. Foto: gkli

Düren. Es war schon rasante Musik, die da am Mittwochabend von der Bühne im Winkelsaal von Schloss Burgau wehte. Das „Transatlantic Jazz Swingtet“ konzertierte während der Lions-Kulturtage und überzeugte das Publikum restlos.

Rund 200 Jazzfans freuten sich über die swingenden und virtuosen Instrumentalbeiträge und die makellosen Stimmen der Aktiven.

Würdiger Nachfolger

Engelbert „Engel“ Wrobel bedarf in der hiesigen Region keiner Vorstellung mehr. Aufgewachsen in Nideggen-Abenden erspielte sich der Klarinettist und Saxofonist über die Jahrzehnte und über die Grenzen hinweg einen ausgezeichneten Namen.

Nicht nur sein Spiel, auch sein Aussehen erinnert an den legendären und sagenumwobenen Benny Goodman, den „King of Swing“. Engelbert Wrobel darf ohne Umschweife als würdiger Nachfolger und auch als Wegbereiter für die Weiterentwicklung der swingenden Musik deklariert werden, das bewies er etwa im klezmerartig daherkommenden Titel „Blues My Naughty Sweetie Gives To Me“.

Egal, ob mit der Klarinette, dem Sopran- oder dem Tenorsaxofon, die Musik, die er hervorzaubert, klingt locker-leicht und hochkarätig. Nicht minder gut traten seine Mitspieler auf. Da wäre der Gitarrist und Sänger Eddie Erickson aus den USA zu nennen, der nicht umsonst den Beinamen „Fast Eddie“ (schneller Eddie) trägt. Seine Finger fliegen über die Saiten von Gitarre und Banjo, das Ergebnis ist ein akustischer Ohrenschmaus, etwa bei der solistischen Banjo-Interpretation des berühmten „Entertainers“.

Tasten-Zauber am Klavier

Mit Chris Hopkins, der sowohl in den USA als auch in Deutschland lebt, am Klavier kann nichts schief gehen. Das tonale Grundgerüst steht so sicher wie der Kölner Dom. Zwar baut der international gefragte Tastenmann auch immer mal die ein oder andere überraschende Disharmonie ins musikalische Geschehen ein, doch eben deshalb trägt er nicht zu Unrecht den Beinamen „Tasten-Wizard“ (Tasten-Zauberer).

Bevor Nicki Parrott aus Australien zum Kontrabass griff, passierte das Außergewöhnliche: Die Zuschauer sangen ihr spontan ein Geburtstagsständchen, nachdem ihre Kollegen öffentlich vom besonderen Datum berichtet hatten. Mit hervorragender Stimme und großem instrumentalen Können ausgestattet überzeugte sie die Anwesenden. Eine Art „Pizzicato-Tremolo“ setzte sie im Stück „A hundred Years from Today“ ein. Wie ein lauer Sommerwind hauchte der Klang des Kontrabasses den staunenden Zuhörern entgegen.

„So schön kann mer Bass spelle“

Engelbert Wrobel, zum dritten Mal bei den Lions-Kulturtagen dabei und nicht auf den Mund gefallen, kommentierte das Ergebnis seiner Mitspielerin auf Dürener Platt: „So schön kann mer Bass spelle.“ Im zweiten Teil wurden Titel wie „S‘wonderful“, „Besame mucho“, „C‘est si bon“ und „Sweet Geargia Brown“ gereicht und reich beklatscht. Ohne Zugabe wurde das „Transatlantic Jazz Swingtet“ nicht in die Dunkelheit der Nacht entlassen. Ebenfalls zum Erfolg der Veranstaltung steuerten die Licht- und Tontechniker Dieter Maintz und Norbert Bonn bei.

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