Engagierter und ideenreicher Wettbewerb um Zuschüsse

Von: Christoph Hahn
Letzte Aktualisierung:
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Mit Pfiff und Engagement warb das Ensemble bei der Projektbörse um Zuschüsse für eine Theateraufführung. Foto: Hahn

Düren. Zeigen, wo das eigene Können liegt, ahnen lassen, wohin in Zukunft die Reise gehen kann: Die Projektbörse der Bürgerstiftung Düren bieten immer wieder auf engstem Raum Einblicke in die sozial-kulturellen Möglichkeiten und Perspektiven der Kreisstadt.

Elf Initiativen stellten ihre Arbeit am Samstag bei der achten Veranstaltung im Foyer des Hauses der Stadt vor. Vorstandsmitglieder der Stiftung wie Dr. Gisela Hagenau, Gerd Schloemer, Fred Kessel und Gerhard Vogt begutachteten die Talentproben. In rund zwei Wochen wollen die Juroren entscheiden, welche Gruppen sie für förderungswürdig erachten.

Rund 9500 Euro hat die Bürgerstiftung 2010 ausgeschüttet. „In diesem Jahr ist es aber weniger”, verriet Gerhard Vogt. Ein Rückgang bei den Vermögenserträgen, die satzungsgemäß wieder ausgeschüttet werden, und Unsicherheit über das Engagement von Sponsoren tragen dazu bei.

Pfiffig und engagiert warb zum Beispiel Stefan Iseke, Kirchenmusiker an der evangelischen Christuskirche in Düren, um einen Zuschuss für eine Jugendfreizeit auf Burg Stahleck am Mittelrhein, auf der ein neues Musical einstudiert werden soll. Dr. Achim Jäger, Lehrer am Burgau-Gymnasium, präsentierte seine Pläne für eine Reihe von Veranstaltungen mit dem österreichischen Schriftsteller und Aspekte-Literaturpreisträger Erich Hackl, während Mitbewerberin Sabine Wagner vom Spielpädagogischen Dienst der Stadt auf einen Streich für drei Projekte (zum Beispiel den weiteren Wiederaufbau des vor drei Jahren abgebrannten Abenteuerspielplatzes an der Heinrich-Dauer-Straße) warb und Jägers Kollege Christian Reinkober seine Bläserklasse der Aufmerksamkeit der Juroren empfahl.

Doch kaum jemand betrieb so ideenreich wie Theaterpädagogin Marion Kiesling mit ihrer Truppe Öffentlichkeitsarbeit in eigener Sache. Unter dem Dach der Erna-Schiefenbusch-Gesellschaft bereitet das Ensemble das im Nachlass der „Namenspatronin” gefundene Stück „Der Arbeitslose” zur Aufführung vor - ein sehr dynamisches Geschehen, wie die Zuschauer mühelos aus den von den Schauspielern dargebotenen Kostproben schließen konnten.
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