Engagement des verstorbenen Stadtbaumeisters gewürdigt

Von: Kevin Teichmann
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Ob Indesee, Grüngürtel oder die Erweiterung des Hoesch-Museums: Die Stadtplanung war das Metier von Hans Wabbel. Foto: Burkhard Giesen

Düren. Die Gedenkfeier zum Tode des früheren technischen Beigeordneten und Baudezernenten der Stadt Düren, Hans Wabbel, am Freitag im Dürener Leopold-Hoesch-Museum war vor allem sehr bewegend – passender konnte der Rahmen also nicht sein, denn Hans Wabbel war ein Mensch, der ebenfalls viel bewegt hat.

Musikalisch untermalt wurde die Gedenkfeier von Jochen Robertz (Trompete) und Renold Quade (Posaune). Bürgermeister Paul Larue war in seiner Begrüßung beeindruckt, dass Wabbel „nie klein von Düren gedacht“ habe und „maßgeblich am Werdegang und der Erweiterung der Dürener Innenstadt“ beteiligt gewesen sei: „Hans Wabbel hat Möglichkeiten gefunden, Düren urbaner zu machen“, betonte Larue. Und: „Sicherlich gab es auch den einen oder anderen Streit mit ihm, aber keinen ohne versöhnliches Ende zwischen uns. Dank ihm befindet sich die Mittelstadt Düren in der Liga echter Städte!“

Anschließend hielt Prof. Dr. Peter Kulka, der an den Planungen für den Erweiterungsbau des Leopold-Hoesch-Museums beteiligt war, einen Vortrag, der näher brachte, woraus eine schöne Stadt wie Düren besteht: „Düren war im Krieg völlig zerstört und zu einem Unort geworden – heute ist die Stadt ein Ort zum Leben, und sie ist noch nicht fertig. Das Geschichtsgedächtnis der Städte ist unglaublich stark – egal ob Potsdam, Dresden oder Düren. Kultur, wie klein sie auch sein mag, ist das einzig überlebensfähige.“

An Wabbel schätzte er vor allem die Menschlichkeit, die er sich nie nehmen ließ: „Wie sich etwas entwickelt, hängt immer an den Personen, die sich engagieren. Es kommt auf die Menschen an und Hans Wabbel war ein Mensch!“ Außerdem habe, so Kulka weiter, Wabbel niemandem „nach dem Mund geredet“: „Er sagte immer: ‚Der kleinste gemeinsame Nenner ist nicht zielführend.‘ Man kann es schließlich nicht jedem recht machen. Für mich war er ein Stadtbaumeister, wie es sie nur noch wenige gibt.“

Dagmar Runge, die Vorsitzende des Dürener Bauvereins, arbeitete jahrelang mit dem Menschen Wabbel gemeinsam im Vorstand des im Grüngürtel ansässigen Bauvereins. „Hans Wabbel war völlig unbeeindruckt ob der Vorurteile gegenüber dem Arbeiterviertel Grüngürtel, als er hier ankam. Er bewies Toleranz und Liberalität gegenüber allen Menschen, denen er begegnete und arbeitete die Identität des Grüngürtels wieder heraus“, so Runge. Dass er trotz seiner schweren Erkrankung mitwirken wollte, erklärte Wabbel ihr mit der Leichtigkeit „noch ein paar schöne Erinnerungen sammeln“ zu wollen. Vor allem für eins dankte Dagmar Runge ihm: „Ich möchte mich bedanken für die vielen schönen Spaziergänge durch unseren Grüngürtel.“

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