Endlich passt es auf dem Postgelände

Von: Christoph Lammertz
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Bald kein Parkplatz mehr: Auf dem Postgelände soll ein Einkaufszentrum entstehen. Foto: Lammertz

Düren. Stadtentwicklung ist nicht selten ein zähes Geschäft. Ein gutes Beispiel dafür liefert seit Jahren des Gelände der Dürener Hauptpost.

Das Grundstück, das von Hohenzollern- und Kölnstraße und der Straße „Am Pletzerturm” begrenzt wird, steht zwar schon sehr lange auf der Prioritätenliste der Entscheidungsträger im Rathaus ganz weit oben, doch der passende Partner auf privater Seite wurde lange nicht gefunden.

Doch jetzt sind die Tage des Parkplatzes, der vom Provisorium längst zu einem der meistfrequentierten in der City geworden ist, gezählt.

Ein irischer Investor hat das Postgelände gekauft, die Lebensmittelkette Rewe steht als Betreiber eines „Frischemarkts” bereit und die Projektplaner haben sich mit Politik und Verwaltung in Düren auf eine Gestaltung verständigt, mit der nun offenbar alle leben können. Läuft alles wie geplant, dann sollte noch im Herbst dieses Jahres mit der lang erwarteten Bebauung des Postgeländes begonnen werden.

Es waren die angekündigten Mieter - ein Discounter und ein Drogeriemarkt -, aber auch die in den Augen der Verantwortlichen einfallslose Architektur, die den ersten Bauwilligen den Zugang zum Postgelände verwehrten. Vom neuen Projekt, das den Namen „Post-Forum” trägt, sind die Rathausspitze und die CDU/FDP-Mehrheit im Rat überzeugt. Der Rewe-Markt mit einem Schwerpunkt auf frischen Waren ist aus ihrer Sicht eine Ergänzung zur vorhandenen Angebotsstruktur in der Innenstadt. Und die Architektur des 1800 Quadratmeter großen Baukörpers passt sich nach Ansicht der Entscheidungsträger gut in die vorhandene Bebauung ein. So werden alle Außenmauern in Sichtmauerwerk entsprechend der Verklinkerung des Nachbarbestandes gehalten. Für die Schaufenster und Türanlagen ist als optischer Kniff eine farbige Aluverkleidung vorgesehen. Die Fassaden an der Straße „Am Pletzerturm” und an der Hohenzollernstraße werden ebenfalls mit senkrechten Fassadenplatten aus Metall verkleidet. Gut vorstellbar, dass ein Gewebe aus Dürener Produktion Verwendung findet, das auch schon das nahe Parkhaus Schützenstraße ziert.

Doch der Kölner Planer Ewald Vorschepoth will neben Stein und Metall auch natürliche Akzente setzen. Entlang der Hohenzollernstraße sollen Säulenhainbuchen gepflanzt werden, für die Fassaden sind Rankgewächse vorgesehen, so dass vor allem zur Hohenzollernstraße viel Grün den Bau prägt.

Die 250 Parkplätze, die im Post-Forum neu entstehen, werden auf sieben Ebenen verteilt, die als zueinander versetzte Halbgeschosse konstruiert werden. Eine „Mall” entsteht zwischen dem alten Postgebäude und dem Markt-Neubau. Der Durchgang wird mit einer Stahl-Glas-Konstruktion überdacht, die tagsüber dauerhaft geöffnet sein soll und damit den Durchgang von der Hohenzollernstraße Richtung Fußgängerzone ermöglicht.

Stichwort Fußgängerzone: Die Politik wünscht sich vom Planer noch eine optische Anbindung an der Ecke Kölnstraße/„Am Pletzerturm”. Zwar soll dort weiter der Verkehr rollen, aber mit einer homogenen Bodengestaltung soll die Zäsur Richtung Post aufgehoben werden. Denn das Post-Forum soll der lange erwartete zweite Abschluss der Fußgängerzone als Gegenpol zum Stadtcenter werden.
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