Düren - Empathisches Spiel mit großer Virtuosität

Empathisches Spiel mit großer Virtuosität

Von: Bruno Elberfeld
Letzte Aktualisierung:
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Mariusz Cierplikowski bildet mit der Königin der Instrumente, der Orgel, eine harmonische Einheit.

Düren. An allen ungeraden Monaten gibt Mariusz Cierplikowski in der Kirche St. Bonifatius - seit Anfang des Jahres zur Großgemeinde St. Lukas gehörend - ein Orgelkonzert. An diesem Mittwoch, am Dreikönigstag, spielte der bekannte Organist Werke von Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn-Bartholdy und San (Jan) Janca.

Die leider nur wenigen Besucher in den Bänken des modernen Kirchenbaus hörten die Königin der Instrumente, die Verschueren-Orgel, bedient von einem wahren Könner, der an seinem Arbeitsplatz mit seinem „Werkzeug” verschmelzen schien. Cierplikowski kennt viele Orgeln der Region und hat schon vielen großen Instrumenten in Kathedralen meisterliche Interpretationen entlockt.

Auch an diesem Abend gab Cierplikowski sein Bestes. Exaktes und dennoch empathisches Spiel mit dem Anschlag eines Könners verband sich mit bewundernswerter Virtuosität - zur weihnachtlichen Zeit eine Möglichkeit, sich auf das Wesentliche, auf den Sinn des Lebens zu besinnen.

Die Choralvorspiele

Cierplikowski spielte von Bach die „Fantasie G-Dur” (BWV 572) und die Choralvorspiele „Wir glauben all´ an einen Gott, Vater” sowie „Nun freut euch, lieben Christen g´mein”.

Die Sonate IV von Mendelssohn beinhaltet die Sätze „Allegro con brio - Andante religioso - Allegretto - Allegro maestoso e vivace”.

Der dritte Komponist, San (Jan) Janca, ist weniger bekannt. Janca wurde 1933 in Danzig geboren, studierte in Krakau Orgel, Cembalo, Klavier und Komposition. Anlässlich eines Aufenthalts in der Bundesrepublik blieb er 1957 im Westen und studierte von 1958 bis 1962 in Stuttgart Komposition. Seit 1996 lebt der Komponist freischaffend in Tübingen. Cierplikowski interpretierte von Janca die „Suite Romantique” mit den Sätzen „Ostinato - Meditation - Scherzo - Introduction und Toccata”.

Organist Cierplikowsi wünscht sich für das neue Jahr, dass zu seinen Konzerten mehr Hörer den Weg zu St. Bonifatius finden.
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