Schmidt - Eltern wollen zur Sekundarschule gehört werden

Eltern wollen zur Sekundarschule gehört werden

Von: bel
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Hatten auf mehr Information ge
Hatten auf mehr Information gehofft: Die Schulpflegschaftsvorsitzende und Initiatorin der Diskussionsrunde, Monika Werning (rechts), im Gespräch mit anderen Müttern. Foto: bel

Schmidt. Die Eltern waren in den Schmidter Schützenhof gekommen, um Antworten auf ihre vielen Fragen zu bekommen. Aus der Zeitung hatten sie erfahren, dass die Stadt Nideggen und die Gemeinde Kreuzau ab dem Schuljahr 2012/2013 eine gemeinsame Sekundarschule errichten wollen.

Beide Standorte, so teilte die Nideggener Bürgermeisterin Margit Göckemeyer den Schulpflegschaften aller Schulen in Nideggen und Heimbach schriftlich mit, sollen dabei erhalten bleiben. Für die Sekundarstufe II werde eine Kooperation mit dem Gymnasium Kreuzau und den Berufskollegs des Kreises Düren angestrebt.

Doch Monika Werning, Schulpflegschaftsvorsitzende der Realschule Nideggen und Mit-Initiatorin der Diskussionsrunde in Schmidt, und mit ihr viele andere Eltern wollten mehr Information.

Warum können Haupt- und Realschule Nideggen nicht bestehen bleiben, zumal ihnen von allen Seiten sehr gute Arbeit attestiert wird? Selbst Betriebe im Kreisgebiet und darüber hinaus nähmen immer wieder gern Absolventen aus beiden Schulen. Warum fasst die Stadt Nideggen so schnelle Beschlüsse, ohne die betroffenen Eltern und Kollegien mit ins Boot zu holen? Das waren die wohl drängendsten Fragen.

Heinrich Simons, Rektor der Hauptschule Nideggen, und die Rektorin der Realschule, Christa Görgens, bestätigten die Attraktivität ihrer Systeme. So gibt es in diesem Jahr in der Hauptschule Nideggen zwei Eingangsklassen, während die Hauptschule Kreuzau keine Eingangsklasse vermelden kann. „Warum also diese Hals- über Kopf-Entscheidung?”, fragte Monika Werning im Namen der Eltern. Vorgaben vom Schulministerium in Düsseldorf, sagte Werning, lägen noch nicht vor.

Auch interessierte die Anwesenden, welche finanziellen Vorteile ein Zusammenschluss hätte und überhaupt welche pädagogischen Gründe es für dafür geben könnte? Allerdings war Bürgermeisterin Margit Göckemeyer nicht anwesend, um auf diese Fragen zu antworten. Sie hatte schriftlich abgesagt: Der Termin sei leider mit ihr nicht abgesprochen worden. Deshalb sei es nicht möglich teilzunehmen.

So versuchten die Pflegschaftsvorsitzenden etwas aus den wenigen Kommunalpolitikern und Vertretern der Verwaltungen herauszubekommen. Vergeblich. Auch sie berichteten über Fraktionsgrenzen hinweg, dass sie nicht informiert seien.

Die Eltern waren natürlich nicht erfreut darüber, kaum Antworten zu bekommen. Auf jeden Fall wollen sie am Ball bleiben und hoffen auf mehr Informationen in den kommenden Wochen. Sie wollen, dass in dieser wichtigen Angelegenheit ohne jeden Druck entschieden wird. Und die Eltern forderten Räte und Verwaltungen auf, alle Betroffenen in den Prozess mit einzubeziehen. Die angestrebten Beschlüsse auf der nächsten Sitzung des Schulausschusses am 22. September und in der kommenden Ratssitzung am 27. September müssten vertagt werden.

Am Ende trugen sich zahlreiche Gäste in Unterschriftenlisten ein. Weitere Listen liegen ab sofort bei den Vorsitzenden der Schulpflegschaften bereit.
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