Eltern kämpfen weiter für den Erhalt der Grundschule

Von: bel
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Dirk Jansen, BI-Sprecher Michael Jansen, Sonja John, Britta Stockheim und Norbert Krüttgen (von links) kämpfen für den Erhalt der Grundschule Bergstein. Foto: bel

Bergstein. Mitglieder der „Bürgerinitiative (BI) Pro Grundschule Bergstein“ haben offenbar viel Arbeit und Zeit investiert, um die Gründe in Worten und Zahlen, die hinsichtlich der beabsichtigten Schließung der Grundschule Bergstein von der Gemeindeverwaltung Hürtgenwald geliefert werden, zu widerlegen.

Vor den gut 50 Gästen aus den Ortsteilen Bergstein, Brandenberg, Gey, Zerkall und Vossenack stellte der Vorstand der BI bei seiner zweiten Informationsveranstaltung im Forum Berinsteyn Zahlen gegenüber, zeigte alle möglichen Szenarien auf, die sich bei einer Schließung der Grundschule Bergstein in Bezug auf Bustransfer, anfallende Kosten, Lehrerversorgung und Raumsituation ergeben könnten.

Der zeitliche Aufwand für den Schulbus von Bergstein nach Vossenack und zurück wurde minuziös ausgerechnet. Dabei kamen Zahlen heraus, die sich erheblich von den Berechnungen der Gemeinde unterscheiden. Sogar „Google Maps“ liefere andere Zahlen als die Verwaltung.

Danach soll im Falle der Schließung der Grundschule Bergstein der Schulweg für mindestens 50 Prozent der Schüler weit überschritten werden. In Minuten bedeute das, so die Berechnungen der BI, eine tägliche Überschreitung der erlaubten Zeit zwischen 17 und 22 Minuten.

Vorteile für die Lehrer, die an dieser Informationsveranstaltung der BI nicht teilnahmen, wurden nicht erkannt. Denn bei einer Schließung der Bergsteiner Schule würden die Klassenstärken in Vossenack steigen, während national und international vom Wert kleiner Klassen gesprochen werde. Die errechnete Kostenersparnis – sollte der Standort Bergstein wegfallen – beträgt laut Gemeinde 42.000 Euro. Der BI sieht da eher eine Ersparnis von 10.000 Euro, die durch einen Förderverein Grundschule Bergstein durchaus ausgeglichen werden könnte.

Bergsteiner und Brandenberger Eltern wurden befragt, in welche Schule sie ihre Kinder im Falle einer Schließung Bergsteins schicken würden. Gemäß freier Schulwahl in NRW wollen die meisten Eltern dann ihre Kinder in der Grundschule Obermaubach beschulen lassen. Doch auch andere Fallbeispiele wurden vorgestellt: Schließung der Grundschule in Vossenack, Erhaltung der Schulen in Bergstein und Straß, sogar die Grundschule Obermaubach wurde als möglicher Standort für Bergsteiner und Brandenberger Schüler in die Überlegungen einbezogen.

Die Antworten des gesamten Fragebogens tendieren in ihrer Gänze pro Erhaltung Standort Bergstein. Dirk Jansen und seine Mitstreiter haben wohl in nächtelanger Arbeit die Zahlen und Angaben der Gemeinde durchforstet, eigene Berechnungen angestellt, Modelle vorgestellt, um das Wohl – wie sie sagen – der Kinder aus Brandenberg und Bergstein zu gewährleisten.

Zum Schluss der Veranstaltung wurde ein „Förderverein für die Grundschule Bergstein“ gegründet. Er soll – so die Gründermütter und -väter – allein dem Erhalt des Grundschulstandortes Bergstein dienen.

Der Förderverein möchte den Standort Bergstein finanziell unterstützen. Bei einer Schließung in Bergstein stünden die Gelder für den Transport der Kinder in Kleinbussen nach Obermaubach zu Verfügung.

Bei Auflösung des Vereins ginge das Vereinsvermögen zu gleichen Teilen an den Förderverein des Kindergartens in Brandenberg und an das THW Hürtgenwald, Abteilung Jugend. Vorsitzender des Fördervereins wurde Rainer Bergs aus Zerkall. Seine Stellvertreterin ist Nicole Hartmann aus Brandenberg. Kassiererin wurde Christina Bergs aus Bergstein.

Weitere Informationen können abgerufen werden unter Telefon 0175/5223690 oder per E-Mail an BI-ProGrundschuleBergstein@web.de.

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