Ellen bis Anfang August über L 264 nicht erreichbar

Von: Jörg Abels
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Bis voraussichtlich Anfang Aug
Bis voraussichtlich Anfang August ist die Morschenicher Straße komplett gesperrt. Für rund 500 000 Euro wird der Kreuzungsbereich mit der L 264 zu einem Kreisverkehr umgebaut. Foto: Abels

Ellen. An der Tagebaurandstraße bei Ellen hat der nächste Bautruppe seine Arbeit aufgenommen. Gut drei Monate nach Fertigstellung der Lärmschutzwand wird nun die Kreuzung der Landesstraße 246 mit der Morschenicher Straße in zwei Bauabschnitten in einen Kreisverkehr umgestaltet.

Rund 500.000 Euro kostet die Maßnahme, die wie bereits der Bau der Lärmschutzwand aus den 1,6 Millionen Euro finanziert wird, die RWE Power vorzeitig als Entschädigung für die erst in einigen Jahren wegfallende L257 Richtung Morschenich an das Land zahlt.

Bis voraussichtlich Anfang August wird die Morschenicher Straße im Zuge der Baumaßnahme komplett gesperrt. Eine Ein- und Ausfahrt via Tagebaurandstraße ist bis dahin nicht möglich.

Verkehrsteilnehmer, die nach Ellen wollen, werden über die K50 und K2 umgeleitet. Die L264 ihrerseits muss in den kommenden Wochen halbseitig gesperrt werden. Eine Behelfsampel regelt den Verkehr.

Der Kreisverkehr mit einem Durchmesser von 40 Metern wird in zwei Bauabschnitten erstellt, erklärt Bauingenieur Benjamin Savelsberg von der Gemeinde Niederzier. Zunächst wird die Hälfte zum Ortseingang fertiggestellt, anschließend der zweite Teil Richtung Sportplatz.

Mit dem Kreisverkehr werden auch drei Querungshilfen über die viel befahrene Landstraße errichtet, zwei auf Höhe der in die Lärmschutzwand integrierten Fußgänger- und Radwegeschleusen, die dritte unmittelbar am Kreisverkehr.

Sie wird die bisherige Ampelanlage ersetzen und soll Fußballern und Zuschauern den sicheren Weg zum Sportplatz ermöglichen. Die Querungshilfen beinhalten eine Insel mitten auf der Fahrbahn. Fußgängerüberwege mit Zebrastreifen seien auf einer Landstraße nicht zulässig, erklärt der Bauingenieur auf Nachfrage. Inklusive der drei Querungshilfen rechnet die Gemeinde Niederzier mit einer Gesamtbauzeit von etwa drei Monaten.

Weil sowohl das Ausschreibungsergebnis der 1200 Meter langen Lärmschutzwand wie auch das des Kreisverkehrs günstiger als geplant ausgefallen sind, ist noch Geld aus der RWE-Entschädigung übrig. Zwei Projekte können noch finanziert werden, erklärt Peter Schmitz, Allgemeiner Vertreter des Niederzierer Bürgermeisters.

Zum einen wurde Geld für das letzte noch fehlende Teilstück der Lärmschutzwand zurückgestellt, das aufgrund größerer Erdarbeiten erst im Zuge des Rückbaus der A4 ab August 2014 erstellt wird. Zum anderen kann auch noch der bisher auf Höhe des Streffenwegs endende Radweg an der östlichen Seite der Tagebaurandstraße verlängert werden. „Auf jeden Fall bis zum Sportplatz”, betont Schmitz, „eventuell sogar auch noch weiter in Richtung Autobahn”.
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