Elino: Banken entscheiden über Zukunft des Ofenbauers

Von: Jörg Abels
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Düren. Die Betriebsfortführung sei durchgerechnet, das Sanierungskonzept stehe. Jetzt liegt es laut Auskunft von Insolvenzverwalter Dr. Mark Boddenberg an den Banken, ob der insolvente Dürener Industrieofenbauer Elino eine Zukunft hat.

Am Dienstag steht das entscheidende Gespräch mit dem Bankenkonsortium an, das seit Jahren mit der Dürener Firma zusammenarbeitet, im April Elino aber den Geldhahn zugedreht hatte. Das alte Management hatte offenbar mit falschen Zahlen das Vertrauensverhältnis nachhaltig belastet.

Im Spezialofenbau sind international zwar Anzahlungen des Auftraggebers üblich, den Rest der oftmals immensen Entwicklungs- und Produktionskosten aber muss der Hersteller vorfinanzieren. Ohne Bankbürgschaften ist das nicht möglich.

Boddenberg spricht zwar von positiven Signalen aus dem Kreis der fünf beteiligten Banken, will aber keine Prognose über den Ausgang der Gespräche wagen. Kann er die Geldgeber am Dienstag überzeugen, können zwar nicht alle 137 Arbeitsplätze, aber wohl ein Großteil gerettet werden. Andernfalls droht zum 1. Juli die Schließung. Von den drei Kaufinteressenten sind derweil zwei wieder abgesprungen. Und der Übriggebliebene wartet ab, ob das Sanierungskonzept mit Unterstützung der Banken greift.

Beim zweiten von Boddenberg betreuten Unternehmen, der Reflex Premium Papier GmbH, verzögert sich derweil der vom Insolvenzverwalter angestrebte Verkauf zum 1. Juli. Mit zwei Kaufinteressenten steht er in finalen Gesprächen, allerdings konnten sich beide Bieter noch nicht mit Metsä Tissue auf ein Energiekonzept einigen. Reflex bezieht seine Energie bisher von den Finnen. „Wir sind aber weiter auf einem guten Weg“, versichert Boddenberg. Der Verkauf des wieder schwarze Zahlen schreibenden Papierherstellers soll nun im dritten Quartal erfolgen.

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