Eisenhauer-Kreuz zerstört

Von: sj
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Hürtgenwald. Es soll zum Frieden mahnen, das Eisenhauer-Kreuz am Rand des Todtenbruchs. Unbekannte Täter haben ihm dafür nur knapp zwei Jahre Zeit gelassen und es zerschlagen.

Das Kreuz spürte den Unfrieden am eigenen Stamm. „Es hat ihm auch nichts genutzt, dass Polen und Deutsche gemeinsam bei seiner Segnung am vergangenen Volkstrauertag für dauerhaften Frieden gebetet haben”, sagt Robert Hellwig vom Geschichtsverein Hürtgenwald, der sein Unverständnis für die Tat ausdrückt. Das Kreuz wurde zerschlagen und ins Moor geworfen.

„Es ist nicht nachzuvollziehen, dass es jemand stört, wenn die Hürtgenwalder, die selbst auf eindrücklichste und vielfältigste Art die Folgen des Unfriedens erfahren haben, an der Stelle wo 1948 die Leiche des seit Herbst 44 vermißten Oberleutnant Charles Eisenhauer gefunden wurde, zum Frieden mahnen”, fährt Hellwig fort. Gail Eisenhauer, die ihren Vater nie gekannt hat, besucht die Todesstelle ihres Vaters und sein Grab in Belgien hin und wieder. Der abgelegene Todtenbruch lasse nicht vermuten, „daß so oft für solche Untaten verantwortlich gemachter jugendliche Übermut der Grund für die Zerstörung war”.

Der Geschichtsverein wird das Kreuz instandsetzen und wieder aufrichten, teilte Robert Hellwig mit.

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