Einzigartiges Instrument: Die pneumatische Orgel in der LVR-Kirche

Von: heb
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Das Spiel auf der pneumatischen Orgel der Klinikkirche ist auch für Stefan Iseke nicht alltäglich. Foto: Hendrik Buch

Düren. Es ist die einzige Orgel in Düren, die noch aus der Zeit vor dem Krieg stammt. In der Kirche der Klinik des Landschaftsverbandes Rheinland steht ein Instrument der Orgelbauer Klais aus dem Jahr 1930 mit 21 Registern.

Es ist nicht nur wegen seines Alters stadtweit einmalig, sondern die Orgel funktioniert zudem pneumatisch, also über Luftströme. „Für den Organisten bedeutet dies, dass man sich am besten nicht selber zuhört“, erklärte Stefan Iseke mit einem Augenzwinkern. Die Luftsteuerung führe zu deutlichen Verzögerungen, „dies ist auch der Grund, warum solche Orgeln nach dem Krieg kaum noch gebaut wurden.“

Am Sonntag gab der Organist ein Konzert in der Klinikkirche. Dabei setzte er programmatisch bewusst keine Akzente. „Ich wollte die gesamte Breite der Orgelklänge präsentieren“, sagte er. So hörten die Besucher Kompositionen aus dem 16. bis ins 20. Jahrhundert, Weltliches und Kirchliches gleichermaßen.

Auch Stücke zum Mitsingen hatte Iseke eingeplant. So sangen die Konzertgäste das Kirchenlied „Nun danket alle Gott“ von Georg Friedrich Kauffmann und die deutsche Version „Nehmt Abschied, Brüder“ des schottischen „Auld Lang Syne“.

Wie breit das Spektrum von Orgelklängen sein kann, bewies Iseke indes schon mit seinen ersten beiden Stücken. Während er bei Johann Gottfried Walthers „Concerto in F-dur“ vor allem mit dem Tempo spielte, hörte man bei den „Variationen über Unter den Linden“ von Jan Pieterszoon viele verschiedene Klangmuster – von mittelalterlich-mechanisch scheinenden Tönen bis hin zu warmen und breiten Orchesterklängen.

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