Stockheim - Einwohner von Stockheim fordern Öffnung des Waldweges

Einwohner von Stockheim fordern Öffnung des Waldweges

Von: Franz Sistemich
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Ernst-Willi Stollenwerk und andere Einwohner von Stockheim wollen, dass die „Alte Gasse” zwischen ihrem Ort und Kreuzau endlich geöffnet wird. Foto: Franz Sistemich

Stockheim. Ältere Stockheimer haben die Bilder noch genau vor Augen: Pferdegespanne zogen ihre Last durch die „Alte Gasse” Richtung Kreuzau. Ältere Bürger von Kreuzau erinnern sich auch an die Zeiten, in denen sie über diesen Weg in den Nachbarort gingen.

Die kürzeste Verbindung ist ihnen aber seit Jahrzehnten versperrt: Sie führte bis 2003 durch das frühere Munitionslager der belgischen Streitkräfte, das ein Maschendrahtzaun umgab. Etwa 500 Meter „Alte Gasse” waren für die Zivilisten nicht passierbar.

Die Militärs sind weg, der Zaun ist geblieben: Seit rund sechs Jahren gehört das Gelände dem Kölner Baukonzern Strabag, die Gasse wurde auf die Gemeinde Kreuzau rückübertragen. Doch die Hoffnungen von Stockheimern und Kreuzauern auf eine schnelle Öffnung des Weges hat sich nicht erfüllt. Der Grund: Im umzäunten Bereich stehen zahlreiche asbestverseuchte Munitionsdepots.

Jetzt gingen Einwohner des Kreuzauer Ortsteiles an die Öffentlichkeit, um ihrer Forderung nach Nutzung des kürzesten Weges nach Kreuzau Nachdruck zu verleihen. Ernst-Willi Stollenwerk, einst Ratsherr im Kommunalparlament, sowie mehrere Männer und Frauen unterstrichen vor verschlossenem Tor im Wald, ihren Wunsch auf Abbau von Toren und Zäunen. Stollenwerk: „Der Weg gehört der Gemeinde Kreuzau, die Strabag will entlang der Landstraße 237 ein Wohngebiet hochziehen.

Da müsste es doch möglich sein, dass die Gemeinde Kreuzau beim Baukonzern vorstellig wird und eine Öffnung des Weges erreicht - und wenn der offene Weg wegen der Munitionsdepots eingezäunt werden muss.” Der Stockheimer weiter: „Wir sind durch die Sperrung jahrzehntelang in Vorleistung getreten. Jetzt ist es fünf vor zwölf: Wir wollen, dass der Weg endlich geöffnet wird und dass das Gelände, so sehe ich es, nicht weiter als Edeljagdbezirk genutzt wird.”

Auf eine schnelle Öffnung werden interessierte Stockheimer und Kreuzauer aber wohl vergeblich warten: Bis 2013 kann sich die Strabag, so sieht es der Vertrag mit dem Bund vor, Zeit lassen mit der Beseitigung der asbestverseuchten Gebäude. Erst in vier Jahren müssen sie verschwunden sein. Und die Gemeinde Kreuzau wird aus finanziellen Gründen keinen Zaun entlang einer geöffneten „Alten Gasse” ziehen. Bauamtsleiter Siegfried Schmühl: „Frühestes 2014 wird der Weg geöffnet, es sei denn, die Strabag macht es freiwillig früher.”
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