Düren - Eine überfällige Ehrung: Bürgermedaille für Karl-Albert Eßer

Eine überfällige Ehrung: Bürgermedaille für Karl-Albert Eßer

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In Anerkennung großer Verdienste um die Stadt verlieh Bürgermeister Paul Larue gestern Karl-Albert Eßer (r.) die Bürgermedaille. Foto: Abels

Düren. Die Ehrung war überfällig. Schon im Dezember 2009 hatte der Stadtrat beschlossen, Karl-Albert Eßer mit der Bürgermedaille zu ehren. Doch als Fraktionsvorsitzender wollte der vor 33 Jahren in die CDU eingetretene Politiker die dritthöchste Auszeichnung der Stadt nicht entgegennehmen. Erst jetzt, wo er in die zweite politische Reihe zurückgetreten ist, gab er Bürgermeister Paul Larue grünes Licht für die Auszeichnung, die Eßer am Freitag an seinem 60. Geburtstag im Leopold-Hoesch-Museum im Beisein zahlreicher Weggefährten entgegennahm.

Larue charakterisierte seinen langjährigen Freund mit einem Hinweis auf Aristoteles als durch und durch politischen Menschen, der den Blick stets auf das Gemeinwohl gerichtet habe, geleitet von der christlichen Soziallehre. Larue würdigte ihn aber auch als harten Arbeiter und konsequenten Denker, der einmal von einem Projekt überzeugt, ungeduldig auf dessen Umsetzung wartet.

„Karl-Albert Eßer hat der Stadt in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten gutgetan“, bilanzierte Larue das Wirken des Geehrten vor allem als Vorsitzender der CDU-Fraktion, verbunden mit der festen Überzeugung, dass der nunmehr 60-Jährige es auch ins einer neuen Rolle versteht, Akzente zu setzen. Ein Wunsch, den auch sein Nachfolger Stefan Weschke zum Ausdruck brachte.

Einig war sich selbst die Opposition, vertreten durch Henner Schmidt (SPD) und Hubert Cremer (FDP), dass Eßer die Auszeichnung, bei allen hitzigen, aber immer sachlich geführten Wortgefechten, mehr als verdient habe.

Auch wenn er mit Blick auf die noch fehlende Gastronomie in der Hauptburg von Burgau oder der weiter ausstehenden Bebauung des Hoeschplatzes nicht alle Ziele in seiner Zeit in verantwortlicher Position erreicht habe, blickte Eßer selbst zufrieden auf die vergangenen 33 Jahre in der Kommunalpolitik zurück, stolz immer ein „Gespür dafür gehabt zu haben, was geht und was nicht“. Und er stellte fest: „Die Stadt ist besser ihr Ruf. Vielleicht braucht Düren nur neues Selbstbewusstsein.“

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