Eine turbulente Schifffahrt über Ellens Theaterbühne

Von: kel
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Auf der MS Ellen geht es drunter und drüber: Der Theaterverein „Frohsinn“ feiert die Premiere des Schwanks „Käpt‘n Rossi auf großer Fahrt“. Foto: kel

Ellen. Der Schwank „Käpt‘n Rossi auf großer Fahrt“ von Brigitte Wiese und Patrick Siebler stand auf dem Spielplan des Ellener Theatervereins „Frohsinn“. Und noch bevor der Vorhang sich im Saal Wamig-Weber hebt, kommt tatsächlich Kreuzfahrt-Flair auf.

Ein Passagier-Paar wird dringend gebeten an Bord zu kommen, da das stolze Schiff sonst ohne die beiden ablegt. Was dann auch zunächst passiert, wobei der Erste Offizier Knut Hansen (Sascha Salmen) lapidar erklärt, die säumigen Gäste könnten ja beim ersten Stopp in Woffelsbach einchecken. Womit klar ist, dass die MS Ellen, so der Name des Schiffes, auf dem Rursee kreuzt.

Und der große Glanz blättert auch bald ab, denn der Kahn ist eher marode als stolz und der Kapitän Silvio Rossi (Christian Mambor) hat einen fast so hohen Spritverbrauch wie die Maschine. Den Laden zusammen halten neben Hansen Stewardess Rosa Strudel (Andrea Beska) und Mechaniker Hans Schrauber (Rudi Schwalbach), während Animateurin Rita Ritalini (Roswitha Fuß) und Köchin Johanna Laber (Anja Spies) eher für Durcheinander sorgen.

Immerhin scheint das Publikum erlesen. Da sind Baronin von Lettenberg (Gaby Drygall), der vermeintliche Starkoch Jakob Schmelzer (Wolfram Schiefer), der Arachnologe, zu deutsch Spinnenexperte, Dr. Weberknecht (Peter Heyden) samt seiner leicht einfältigen Gattin (Ute Marbor). Während die sich für den scheinbaren Kunstmaler Dikasso (Human Sarrafzadegan) interessiert, ist der Spinnenmann hinter der jungen Antonia (Anja Virnich) her.

Schnell ist klar, dass einige Identitäten nicht ganz stimmig sind, doch die Crew interessiert nur eine Frage: Wer ist der inkognito eingeschleuste Prüfer des Reiseveranstalters TOI, der über Wohl und Wehe des Schiffs und aller Angestellten entscheidet. Ohne seinen Namen zu kennen, haben sie von seinem Auftrag erfahren. Ehe schließlich die Baronin als die Gesuchte enttarnt wird, geht es noch reichlich drunter und drüber.

Die Baronin beweist am Ende ein Herz für die geplagten Seefahrer. Schiff und Besatzung werden in das Ausbildungsprogramm des Unternehmens integriert, um zukünftigen Azubis zu zeigen, wie man es nicht machen sollte.

Am großen Premierenerfolg vor 250 Zuschauern waren außer den Akteuren auch Doris Löhrer, Hannelore Heyden, Claudia Ulzen, Franz Orkisz, Klaus Frohn, Willi Schulte, Martin Wirtz und Helmut Ulzen in den verschiedensten Aufgabenbereichen beteiligt. Silvia Cremer zeichnete in der Maske verantwortlich.

Passend zum Thema spielte der Mandolinenclub Merken während der Pause Shanty-Lieder. Weitere Vorstellungen folgen am 31. März, 1., 7. und 8. April, jeweils um 20 Uhr sowie am 9. April um 15 Uhr.

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