Kreis Düren - Eine starke Allianz macht Dampf für den Börde-Express

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Eine starke Allianz macht Dampf für den Börde-Express

Von: Christoph Hahn
Letzte Aktualisierung:
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Setzen auf eine Öffnung des Börde-Expresses auf der Strecke Düren-Zülpich-Euskirchen für den alltäglichen Personen- und Güterverkehr: Sebastian Petermann, Albert Bergmann, Günter Rosenke, Holger Filipowicz und Wolfgang Spelthahn. Foto: Hahn

Kreis Düren. Am 14. Juni, eröffnet die Euregiobahn ihre Verlängerung nach Langerwehe. Die Rurtalbahn sorgt mit ihren Fahrten von der Kreisstadt aus nach Linnich und Heimbach seit Jahren für Erfolge. Das muss auf die beiden Landräte Wolfgang Spelthahn (Düren) und Günter Rosenke (Euskirchen) sehr inspirierend gewirkt haben.

Denn mit einer „genehmigten Demonstration”, wie es Spelthahn nannte, in Gestalt einer Sonderfahrt von Düren über Zülpich nach Euskirchen und wieder zurück machten die beiden Kreishaus-Chefs Lobbyarbeit für die Wiederbelebung des Börde-Expresses im 1983 eingestellten alltäglichen Planverkehr stark.

Wo bisher (seit 2003) drei Mal wöchentlich Güterzüge der Rurtalbahn Braunkohle zur Papierfabrik Smurfit Kappa in Zülpich bringen, sollen möglichst bald Triebwagen Pendler und Touristen tagaus, tagein zwischen beiden Kreisstädten hin und her transportieren.

Um möglichen politischen Mitstreitern und Journalisten zu vermitteln, wie sich dieses völlig neue Bahn-Gefühl anfühlt, hatten die beiden Landräte zusammen mit Holger Filipowicz und Sebastian Petermann von der Interessengemeinschaft Rurtalbahn und dem Verein „BürgerBahn Düren-Zülpich-Euskirchen” den als Gesamtkunstwerk hergerichteten „Otmar-Alt-Triebwagen” der Rurtalbahn angemietet.

Der pendelt sowieso schon ein Mal pro Monat (das nächste Mal zum Bahnhofsfest in Zülpich am 7. Juni) zwischen den zwei Kreisstädten. Aber das Ganze soll halt zum verlässlichen Angebot im Ein-Stunden- oder 30-Minuten-Takt werden.

An Unterstützung mangelt es Spelthahn und Rosenke dabei nicht. Viele Politiker, darunter die Bürgermeister Paul Larue (Düren) und Albert Bergmann (Zülpich) sowie der CDU-Fraktionschef im Kreistag, Karl Schavier, nahmen an der Fahrt teil und bekundeten damit ihre Sympathie für das so beworbene Anliegen. Doch bevor durch Felder und Auen der Börde sausende Triebwagen nicht einmal mehr die Feldhasen aufschrecken, muss noch viel geschehen.

Denn an Überwegen musste der Sonderzug immer wieder anhalten. Aktive des „BürgerBahn”-Vereins stiegen aus, sorgten mit wehenden Fahnen für die Sicherung oder sorgten zumindest durch mitgeführte Schlüssel oder im Handbetrieb dafür, dass Warnzeichen wieder blinkten oder sich Schranken schlossen.

Dass es derart quälend langsam nicht weiter gehen kann - das ist, wie sie bei ihren Reden an Bord des Triebwagens deutlich machten, Wolfgang Spelthahn und seinem Amtskollegen Rosenke mehr als klar. Damit das anders werden kann (zudem gilt es auch, ins Streckenprofil ragende Äste und Büsche zurück zu schneiden), fordert der Dürener Kreishaus-Chef das Engagement der Landesregierung - und gab sich dabei sehr optimistisch: „Zwei Mal hat das Land schon abgelehnt - aber das kriegen wir schon noch hin.”

Die Vorteile liegen für Spelthahn aber nicht nur in einem verbesserten Nahverkehrsangebot für alle die, die für den Weg zur Arbeit oder in der Freizeit die Schiene nutzen: Dass die Bahn für neue Arbeitsplätze sorgt, ist für den obersten Bürger des Kreises mehr als ein Mitnahme-Effekt.

Bis wann der Börde-Express Fahrt aufnehmen soll, ist für ihn ebenso klar wie für Günter Rosenke und Holger Filipowicz, den Vorsitzenden des „BürgerBahn”-Vereins: Wenn 2014 sich in Zülpich die Tore der Landesgartenschau öffnen, soll der Taktverkehr schon etabliert sein.
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