Eine Stammzellenspende ist ihre letzte Chance

Von: Sandra Kinkel
Letzte Aktualisierung:
Kinga Scheidt
Kinga Scheidt ist Anfang September an Blutkrebs erkrankt. Jetzt soll ein passender Stammzellenspender für die 41-jährige Mutter gefunden werden.
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Michael Klein, Kinga Scheidts Hausarzt Michael Guzinski und Frank Wettstein (v.l.) Foto: S. Kinkel

Langerwehe. Eine Stammzellenspende ist Kinga Scheidts einzige Chance. Die 41-jährige Mutter zweier Söhne (16 und 10 Jahre) ist Anfang September an akuter myeloischer Leukämie erkrankt, einer seltenen und gefährlichen Form von Blutkrebs. Den ersten Zyklus der Chemotherapie hat Kinga Scheidt schon hinter sich, wirklich gesund kann sie nur mit einer Stammzellentransplantation werden.

Bis jetzt wurde kein passender Spender gefunden, aber Frank Wettstein, Michael Klein und Michael Guzinski haben gemeinsam mit der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) eine Typisierungsaktion organisiert. Am Samstag, 9. November, können sich alle gesunden Menschen zwischen 17 und 55 Jahren von 10 bis 16 Uhr in der Europaschule Langerwehe, Josef-Schwarz-Straße 16, als Stammzellenspender in die Datei der DKMS aufnehmen lassen. Die Schirmherrschaft über die Aktion haben Langerwehes Bürgermeister Heinrich Göbbels und Beachvolleyball-Nationalspielerin Ilka Semmler aus Kreuzau übernommen.

Frank Wettstein und Michael Klein engagieren sich beide beim Sportverein Viktoria Schlich, Michael Guzinski ist der Hausarzt von Kinga Scheidt. Frank Wettstein: „Kinga Scheidt ist eine leidenschaftliche Tennisspielerin, sie hat als Jugendwartin großen Anteil an der hervorragenden Entwicklung der Tennisabteilung. Ihr Mann trainiert eine Jugendfußballmannschaft bei uns. Deswegen wollen wir unbedingt etwas für Kinga tun.“

Kinga Scheidts Familie ist sehr glücklich über das Engagement in Schlich. Ehemann Stephan Scheidt sagt: „Die Diagnose hat uns den Boden unter den Füßen weg gerissen. Jetzt hoffen wir inständig, dass schnell jemand gefunden wird, der die gleichen Gewebemerkmale hat wie Kinga. Wir hoffen sehr, dass viele Menschen zu der Typisierungsaktion kommen.“

Frank Wettstein, Michael Klein und Michael Guzinski rechnen mit einer großen Resonanz. Wettstein: „Wir haben alle Fußballvereine informiert, eine professionelle Werbeagentur unterstützt uns.“ Für den 9. November haben Wettstein und seine Mitstreiter über 80 Helfer zusammengetrommelt, in der Gesamtschule gibt es jede Menge Stationen, an denen die Menschen sich registrieren und danach Blut abnehmen lassen können. Die Wartezeiten sollen möglichst gering sein. „Rein statistisch“, sagt Wettstein, „ist es schwierig, einen passenden Spender für Kinga zu finden. Aber es vielleicht findet sich jemand, der einem anderen Kranken helfen kann.“

Übrigens macht es keinen Sinn, sich zwei Mal bei registrieren zu lassen. „Das sollte man nicht tun“, sagt Michael Guzinski. „Die Untersuchung des Blutes kostet viel Geld, die DKMS ist eine rein gemeinnützige Gesellschaft, die sich nur durch Spenden finanziert.“

Eben solche Spenden sollen am 9. November auch gesammelt werden. „Wir wollen Kuchen verkaufen, die Kinder werden unterhalten“, sagt Wettstein. „Auch die, die schon registriert sind, können Zeit mit uns verbringen.“

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