Eine musikalische Liebe: Dirigentin feiert Dienstjubiläum

Von: Anke Holgersson
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Viel los auf der Bühne im Haus der Stadt: 180 Chorsänger aus sieben Chören. Von Klassik bis Pop-Musik. Foto: Anke Holgersson

Düren. „Dieses Lied, das bin ich“, sagte Sabine Gerigk-Drees (49) über Justin Timberlakes Pop- und Tanzsong „Can’t Stop the Feeling“, den sie für den Einlass in den Theatersaal im Haus der Stadt gewählt hat. Und genau so ausgelassen wie die Tänzer im Video zu diesem Lied wirkt sie während des Konzertabends, den sie sich selbst zu ihrem 25-jährigen Dienstjubiläum als Chorleiterin und Musikerin geschenkt hat.

„Nicht so sehr um mich, sondern, um die Freude am Singen zu feiern“, betonte sie. Eingeladen hatte die Musikerin alle sieben Chöre, die sie derzeit im Kreis Düren und in Jülich leitet, zu einem gemeinsamen großen Chorabend. Zum Start sangen der Kirchenchor Niederau gemeinsam mit der Singgemeinschaft 1983 Mariaweiler geistliche Musik von Henry Purcell, Georg Friedrich Händel und anderen Komponisten. Ersteren Chor leitet die 49-jährige Vollblutmusikerin seit Beginn ihrer Karriere, die Singgemeinschaft sei neu dazugekommen, erklärte sie dem Publikum im fast ausverkauften Saal.

Weiter ging es mit den Burgfrauen. Dieser Frauenchor ist 2013 aus einem Projekt mit dem Männergesangverein Niederau anlässlich deren 100-jährigen Bestehens entstanden. Damals wurden im Familien- und Freundeskreis singfreudige Frauen gesucht, um den Männern ein Ständchen zu bringen. 28 Sängerinnen fanden sich auf diese Weise zusammen, die nach dem gesungenen Geburtstagsgruß und zwei weiteren Chorprojekten 2015 entschieden, als Ensemble fest zusammen zu bleiben und weltliche Lieder zu interpretieren, sagt Gerigk-Drees.

Im Haus der Stadt sangen sie zum Beispiel „Wochenend’ und Sonnenschein“, eine Melodie, die in den 30er Jahren durch die Comedian Harmonists bekannt wurde. Es folgte ein Auftritt des Frauenchor des Forschungszentrum Jülich & Friends. Friends, das sind die Männer, die die Frauen mittlerweile gesanglich verstärken. Auch sie hat es im Rahmen eines Projektes in den Chor verschlagen. Anschließend seien sie halt einfach dabeigeblieben, erklärte Gerigk-Drees. Ein interessantes Konzept, für das die Jülicher 2013 eine neue Leitung suchten.

Von der Dirigentin erfuhren die Sängerinnen über das Internet. Sie konnte sich schließlich unter mehreren Kandidaten beim Probe-Dirigieren durchsetzen. Der Chor hat Gospels, Volks- und Poplieder sowie Musicalsongs im Repertoire, aus dem das von den Tokens in den 60er Jahren erfolgreich gecoverte, ursprünglich von dem afrikanischen Komponisten Solomon Linda stammende „The Lion sleeps tonight“ angestimmt wurde.

Nach der Pause hatte der Kammerchor mit geistlichem Liedgut von Felix Mendelssohn-Bartholdy oder Randall Thompson seinen Auftritt. Dann übernahm der Frauenchor Cantilena, gegründet 2002 von jungen Frauen aus Niederau, die gerne moderne Musik singen wollten. Sie intonierten den aktuellen Popsong „Dear Future Husband“ von Meghan Trainor und den mitreißenden Gospel „I Will Follow Him“, bekannt aus dem Film „Sister Act“.

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