Eine moderne Messe voll Freude und Hoffnung

Von: bel
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Wie aus einem Guss präsentier
Wie aus einem Guss präsentierten sich die Volksmusikanten Vossenack, der Franziskuschor Vossenack und der Straucher Kirchenchor St. Matthias beim Kirchenkonzert in der Vossenacker Klosterkirche. Foto: Elberfeld

Vossenack. Spricht man von einer „Missa”, so denken die Menschen an Komponisten wie Bach, Beethoven und Mozart. Dass zeitgenössische Komponisten „Messen” komponieren, wird kaum wahrgenommen. Die Gäste in der Klosterkirche in Vossenack wurden jetzt eines Besseren belehrt.

Die Volksmusikanten Vossenack mit ihrem Leiter Christoph Schiffers, der Franziskuschor Vossenack (Leitung Gerd Hachmer) und der Kirchenchor St. Matthias aus Strauch (Leitung Gabriele Scheidweiler-Pleines), präsentierten die „Missa Katharina” des niederländischen Komponisten Jacob de Haan. Der Niederländer hatte mit diesem Werk 2006 einen Kompositionswettbewerb gewonnen. Nach dem Willen der Stifter des Wettbewerbs sollte ein Werk mit ökumenischem Geist entstehen, das sowohl in der katholischen Liturgie als auch im evangelischen Gottesdienst seinen Platz finden sollte.

Unter der Gesamtleitung von Christoph Schiffers boten das Blasorchester und die beiden Chöre den zahlreichen Gästen im Kirchenrund einen harmonischen Klangkörper. Er ließ vergessen, dass da Musiker saßen und Sänger standen, die im normalen Leben ihr Geld meist nicht mit Musik verdienen. In kurzer Probenzeit sind die drei Vereine zu einem Ganzen zusammengewachsen.

Das Preludium, das Vorspiel, der Messe kam hell daher, suchte Aufmerksamkeit. Kyrie und Gloria setzten das Flehen zu Gott selbstbewusst und offen in Szene. Das Credo, das von Geburt und Sterben Jesu berichtet, wechselte gekonnt von fröhlichen zu tiefsinnigen, dramatischen Melodien, um wieder zur freudigen Hoffnung zurückzukehren. Sanctus und Benedictus blieben den freudigen Melodien voller Hoffnung treu. Das anschließende Agnus Dei zeigte sich dramatisch. Die Pauke ermahnte die Menschen zur Vergebung mit Hilfe Jesu. Im heiteren Postludium, dem Nachspiel, verkündeten die Volksmusikanten mit der ganzen Kraft ihrer Instrumente Glaube und Hoffnung. Die beiden Chöre und das Orchester interpretierten die Missa Katharina professionell.

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