Eine „mittelprächtige Saison“ am Dürener Badesee

Von: Jörg Abels
Letzte Aktualisierung:
15226021.jpg
Richtig voll war es am Dürener Badesee selten. Leiter Klaus Schüller musste allzu oft auf einen nur spärlich besetzten Strand schauen und spricht bei derzeit rund 60 000 Gästen von einer „mittelprächtigen Saison“. Foto: Abels
15226019.jpg
Richtig voll war es am Dürener Badesee selten. Leiter Klaus Schüller musste allzu oft auf einen nur spärlich besetzten Strand schauen und spricht bei derzeit rund 60 000 Gästen von einer „mittelprächtigen Saison“. Foto: Abels

Kreis Düren. Klaus Schüller schaut an diesem Dienstagmorgen ganz entspannt auf den Strand. Die Sonne scheint von einem wolkenlosen Himmel, das Wasser im Dürener Badesee hat angenehme 22 Grad. Der letzte große Ansturm am Ende einer „mittelprächtigen Saison“ kann kommen. Mit etwa 60.000 Besuchern wird die Badesaison 2017 als eine durchschnittliche in die Geschichte an Dürens Adria eingehen.

Und dass sich daran bis zum Saisonende am 15. September – eine Verlängerung ist aufgrund der ADAC-Motorbootrennen am 23. und 24. September nicht möglich – noch etwas ändern könnte, glaubt Schüller mit Blick auf die bescheidenen Wettervorhersagen, die nach Gewittern am Mittwoch ab Donnerstag einen Temperatursturz ankündigen, nicht mehr. Aus seiner 32-jährigen Erfahrung am Dürener Badesee weiß er nur zu gut, dass der Dürener ein, zwei schöne Tage braucht, um dann am dritten zum See zu fahren. Und danach sieht es in den kommenden zwei Wochen wahrlich nicht aus.

Dabei hatte die Saison im Mai und Juni fast schon einen Rekordverdächtigen Start hingelegt. Bis Ende Juni hatten schon 25.000 Gäste die Kasse durchlaufen, 20.000 mehr im Vergleich zum Vorjahresstart. Und auch der Juli bot anfangs noch sonnige Seetage mit guten Besucherzahlen. Mit Beginn der Sommerferien jedoch brach das Wetter und mit ihm der Ansturm auf den See ein. Um Kosten zu sparen, blieb der Badesee an einigen Tagen sogar ganz geschlossen. „Vor allem die Kinder haben mir leidgetan“, betont Schüller, der am liebsten natürlich jeden Tag ein volles Haus haben würde.

Ein Gutes aber hatte das wechselhafte Wetter auch: Das Algenwachstum hielt sich in Grenzen, Wind und Regen sorgten immer wieder für eine Durchmischung, so dass die Wasserqualität bei allen bislang ausgewerteten Proben „hervorragend“ war.

Am kleineren Echtzer See das gleiche Bild. Auch dort gab die Wasserqualität über den Sommer hinweg keinen Grund zur Klage, im Gegenteil. Betreiber Jörg Tobek geht davon aus, dass am Ende einer durchschnittlichen Saison zwischen 12 000 und 15 000 Besucher in den Büchern stehen werden. Eine genaue Abrechnung steht noch aus. Wenn er Bade- und Restaurantbetrieb zusammen betrachtet, sieht er sogar einen kleines Plus gegenüber 2016. Die Saison am Echtzer See endet am 17. September. Tobek ist angesichts der Wetterprognosen skeptisch, dass eine Verlängerung sinnvoll wäre.

Und wie sieht es in den Freibädern der Rureifel aus? Ralf Heidbüchel von der Dorfgemeinschaft Abenden geht davon aus, dass die Saison 2017 mit 4000 bis 4500 Besuchern leicht über dem Vorjahr enden wird. Angesichts der Einkaufskooperation mit dem Kreuzauer Betreiber Monte Mare, Spenden, Sponsoring und den Einnahmen aus der Kioskverpachtung gehen er und sein Vorstandskollege Rainer Graßmann davon aus, dass sich der Badbetrieb für die Dorfgemeinschaft rechnen wird. Am Sonntag steht zudem ab 14 Uhr noch der Volkslauf zugunsten des Freibades auf dem Programm – unabhängig vom Wetter.

Im Freibad Vossenack wird die Saison 2017 die Besucherzahl von 2016 nicht mehr erreichen. Das steht für Geschäftsführer Anselm Heiss bereits fest. „Wir haben zwar am Dienstag die Marke von 10 000 Gästen überschritten, im vergangenen Jahr haben wir aber 12 300 gezählt. „Die ersten Monate waren zwar gut, der August aber hat den großen Einbruch gebracht.“

Ähnlich sieht es in Heimbach aus. Frank Pick von der Stadtverwaltung spricht aktuell von 22 100 Badegästen, in etwa so viele wie im vergangenen Jahr zu diesem Zeitpunkt. Ein warmer September ließ die Zahl 2016 aber noch einmal auf 26 000 steigen. In guten Jahren passieren mehr als 30 000 Badegäste die Kasse des Heimbacher Bades, das sich die Stadt Jahr für Jahr einen hohen fünfstelligen Betrag kosten lässt. Bislang soll die Saison am 9. September enden, aber auch eine Verlängerung ist möglich.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert