Langerwehe - Eine Lesung in der Europaschule

Eine Lesung in der Europaschule

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Langerwehe. Hoher Besuch an der Europaschule Langerwehe: Der Lyriker Jürgen Nendza kam auf Einladung der Leistungskurse der Q1 und Q2 zu einer Lesung an die Gesamtschule.

Jürgen Nendza, der in Aachen lebt, arbeitet auch als Lehrer an einem Gymnasium. Seine Fächer sind Philosophie und Literatur.

Die Lyrik von Nendza geht über die reine Naturlyrik hinaus. Seine Gedichte enthalten menschliche Wahrnehmungen, Empfindungen und Erinnerungen, die in das natürliche Interieur eingewoben werden. Die Süddeutsche Zeitung zählt Nendza „zu den interessantesten Lyrikern seiner Generation.“

Nendza verfasst allerdings nicht nur Lyrik, sondern auch Prosa, Hörspiele, Radio-Features und Funkerzählungen für Kinder und ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland. Im Jahr 1992 debütierte er mit dem Gedichtband „Glaszeit“. Gedichte, Essays und Features wurden in zahlreichen Anthologien und Zeitschriften veröffentlicht.

Zu Beginn der Veranstaltung fragte der Lyriker die Schüler nach ihren Vorkenntnissen zu Lyrik, Poesie und poetischen Mitteln. Danach las er aus seinen Gedichten und besprach gemeinsam mit den Jugendlichen, was sie darin wahrgenommen haben.

Im Verlauf weiterer Vortrags- und Besprechungsphasen, in die auch Kritikerstimmen zu Jürgen Nendzas Lyrik einbezogen wurden, stellten die Schüler viele Fragen. So wollten sie beispielsweise wissen, wie lange der Lyriker braucht um ein Gesicht zu verfassen und wo er seine Ideen findet. Nendza ging sensibel und offen auf die Fragen ein und antwortete scheinbar so gut, dass Schüler über mehr als drei Zeitstunden aufmerksam und aktiv bei der Sache blieben.

Andere Perspektive

Im abschließenden Feedback bekundeten mehrere Jugendliche, dass ihnen diese Veranstaltung viel gebracht habe, weil sie nun Lyrik und das Schreiben lyrischer Texte auch einmal aus einer völlig anderen Perspektive erfahren hätten, die ihnen in der Schulrealität nur schwer vermittelt werden könne. Am Ende der Veranstaltung bedankten sie sich bei Nendza dafür mit einem lange anhaltenden Applaus.

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