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Eine Internet-Überholspur für 1800 Haushalte

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In Merken – wie hier an der Ecke Peterstraße/Brigidastraße – haben Leitungspartner und Soco bereits mit dem Netzausbau begonnen und erste Glasfaserkabel für schnelles Internet verlegt.

Düren. Für 1800 Haushalte in den schlecht versorgten Stadtteilen Merken, Konzendorf, Berzbuir, Kufferath und Birgel war das Internet bislang alles andere als eine Datenautobahn. Das wird sich in den kommenden Wochen und Monaten ändern.

Spätestens im Herbst können sie mit Übertragungsraten von maximal 64 Mbit sogar zum Überholmanöver ansetzen. Möglich macht dies eine üppige öffentliche Förderung.

Mit 616.000 Euro, 90 Prozent kommen vom Land NRW, schließen die Landesregierung und die Stadt Düren die sogenannte Wirtschaftlichkeitslücke, die einen Netzbau für Betreiber bislang unrentabel machte. Nach einer öffentlichen Ausschreibung erhielt eine Arbeitsgemeinschaft bestehend aus der Stadtwerke-Tochter Leitungspartner und dem Internetdienstleister Soco Network Solutions, die bereits in 29 Orten im Kreis vertreten ist, den Zuschlag für den Netzausbau, der insgesamt mit 1,55 Millionen Euro veranschlagt ist.

In Merken haben die Erdarbeiten bereits begonnen. Glasfaserkabel werden bis zu den Verteilerstationen im Ort verlegt, erklärt Cord Meyer, Geschäftsführer der Leitungspartner. Auf den letzten Metern nutzt die AG dann die vorhandenen Kupferkabel der Telekom. 97 bis 98 Prozent aller Haushalte werden auf diese Art mindestens 25 Mbit erhalten können, erklärt Stephan Fuß von Soco; ein Großteil aber auch die maximal über Kupfernetze möglichen 64 Mbit.

Voraussetzung ist der Abschluss eines Vertrages mit dem Dürener Internetanbieter, der eine Daten-Flat garantiert und verschiedene Pakete inklusive Telefonie anbieten will, beginnend bei 39,95 Euro. Theoretisch könnten auch andere Anbieter das ausgebaute Netz nutzen. „Bislang aber ist noch niemand an uns herangetreten“, erklärt Fuß. In den 29 bisher von Soco versorgten Orten haben sich rund 35 Prozent der rund 11.500 Haushalte für einen Wechsel entschieden, der freilich erst nach Ablauf der laufenden Alt-Verträge möglich ist.

Bürgermeister Paul Larue und Wirtschaftsförderer Heinz Mannheims begrüßen den Ausbau, gehört schnelles Internet für viele Unternehmer, und junge Familien doch längst zu einem entscheidenden Kriterium bei der Wahl des Wohnortes und Firmensitzes. Mannheims und Larue versicherten, dass die Stadt auch weiterhin den Netzausbau im Blick behalte, es allerdings momentan keine weiteren Fördermittel des Landes mehr gebe. Sollte ein neues Programm aufgelegt werden, würde die Stadt sofort prüfen, ob sie wie im Fall der fünf jetzt versorgten Orte, die Förderkriterien erfülle.

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