Eine Hochseeyacht made in Düren
Beim Richtfest der „Freydis III” herrschte bei Yachtbau Matzerath großer Andrang der Seeleute und „Sehleute”. Foto: Keldenich
Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stand die „Freydis III”, eine 17,60 Meter lange Aluminium-Hochsee-Yacht, die die Halle der Länge nach komplett ausfüllt.
Sie ersetzt eine der berühmtesten deutschen Yachten, die „Freydis II” des Ehepaars Dr. Heide und Erich Wilts, die vor knapp einem Jahr nach zahllosen Törns in den Polarmeeren bei dem schweren Tsunami vor Japan total zerstört wurde. Für deren Neubau nutzen die Wilts den vorhandenen Rumpf eines Schwesterschiffes.
Der Dürener Michael Matzerath erhielt im vergangenen Sommer den Auftrag für den Aus- und Weiterbau, der jetzt so weit fortgeschritten ist, dass man gewissermaßen zum „Richtfest” eingeladen hatte.
Wie kommen nun renommierte Extrem-Segler auf eine Adresse ausgerechnet in Düren? „Ehe man so einen Auftrag erteilt, spricht man weltweit mit erfahrenen Kollegen, die auch Empfehlungen geben. Dabei fiel immer wieder der Name Matzerath”, erläuterte Dr. Heide Wilts. Und auch der Name Jakob Dirksen fiel, dessen Schreinerei im gleichen Gebäude sitzt und für „Maßarbeit in Holz” steht, und das eben auch beim Yachtausbau. Matzerath und Dirksen liefern also in perfekter Kooperation komplett ausgebaute Schiffe.
Der bislang größte Auftrag
Für Matzerath ist der Bau der Freydis der größte Auftrag seiner Laufbahn. Das gilt für die technisch-praktische Seite genauso wie für den Zeitdruck, denn Ende März soll das Schiff bereits nach Leer in Friesland transportiert werden, wo es mit allen Gebrauchsgegenständen bestückt, bevor es zu ersten so genannten „Probeschlägen”, also Testtouren, startet.
Dann ist auch wieder mehr Platz in der Dürener Werft, in der derzeit noch ein zweites Schiff gebaut wird. Sein Fachwissen hat sich Matzerath als Autodidakt erworben. Er ist gelernter Kupferschmiedemeister, der allerdings schon als Kind seine Liebe zum Segeln entdeckte.
„Als Skipper und in vielen Crews war ich schon ein paar tausend Seemeilen unterwegs, ehe ich 1988 mit meinem ersten elf Meter langen Schiffsrumpf als professioneller Bootsbauer angefangen habe”, erzählt er. Schnell wurden daraus komplette Yachten. Viele von ihnen, übrigens immer Einmaster, hat Matzerath auch selbst konstruiert, wofür er neben komplizierten Rechenvorgängen auch umfangreiches Hydro- und Aerodynamikwissen einsetzen muss.
Schiffe für Weltumsegler sind nicht unter 60.000 Euro zu haben und das teuerste bislang an der Garnbleiche entstandene Schiff hat rund eine Dreiviertelmillion gekostet.
Wenn die letzten Feinarbeiten an der „Freydis III” und der Innenausbau abgeschlossen sind und alle Tests erfolgreich verlaufen, startet das Ehepaar Wilts mit ihr am 14. Juli von Leer aus zu einer Weltreise, die nach sieben Abschnitten auf den San Blas Inseln vor dem Panama-Kanal enden soll.
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Sie ersetzt eine der berühmtesten deutschen Yachten, die „Freydis II” des Ehepaars Dr. Heide und Erich Wilts, die vor knapp einem Jahr nach zahllosen Törns in den Polarmeeren bei dem schweren Tsunami vor Japan total zerstört wurde. Für deren Neubau nutzen die Wilts den vorhandenen Rumpf eines Schwesterschiffes.
Der Dürener Michael Matzerath erhielt im vergangenen Sommer den Auftrag für den Aus- und Weiterbau, der jetzt so weit fortgeschritten ist, dass man gewissermaßen zum „Richtfest” eingeladen hatte.
Wie kommen nun renommierte Extrem-Segler auf eine Adresse ausgerechnet in Düren? „Ehe man so einen Auftrag erteilt, spricht man weltweit mit erfahrenen Kollegen, die auch Empfehlungen geben. Dabei fiel immer wieder der Name Matzerath”, erläuterte Dr. Heide Wilts. Und auch der Name Jakob Dirksen fiel, dessen Schreinerei im gleichen Gebäude sitzt und für „Maßarbeit in Holz” steht, und das eben auch beim Yachtausbau. Matzerath und Dirksen liefern also in perfekter Kooperation komplett ausgebaute Schiffe.
Der bislang größte Auftrag
Für Matzerath ist der Bau der Freydis der größte Auftrag seiner Laufbahn. Das gilt für die technisch-praktische Seite genauso wie für den Zeitdruck, denn Ende März soll das Schiff bereits nach Leer in Friesland transportiert werden, wo es mit allen Gebrauchsgegenständen bestückt, bevor es zu ersten so genannten „Probeschlägen”, also Testtouren, startet.
Dann ist auch wieder mehr Platz in der Dürener Werft, in der derzeit noch ein zweites Schiff gebaut wird. Sein Fachwissen hat sich Matzerath als Autodidakt erworben. Er ist gelernter Kupferschmiedemeister, der allerdings schon als Kind seine Liebe zum Segeln entdeckte.
„Als Skipper und in vielen Crews war ich schon ein paar tausend Seemeilen unterwegs, ehe ich 1988 mit meinem ersten elf Meter langen Schiffsrumpf als professioneller Bootsbauer angefangen habe”, erzählt er. Schnell wurden daraus komplette Yachten. Viele von ihnen, übrigens immer Einmaster, hat Matzerath auch selbst konstruiert, wofür er neben komplizierten Rechenvorgängen auch umfangreiches Hydro- und Aerodynamikwissen einsetzen muss.
Schiffe für Weltumsegler sind nicht unter 60.000 Euro zu haben und das teuerste bislang an der Garnbleiche entstandene Schiff hat rund eine Dreiviertelmillion gekostet.
Wenn die letzten Feinarbeiten an der „Freydis III” und der Innenausbau abgeschlossen sind und alle Tests erfolgreich verlaufen, startet das Ehepaar Wilts mit ihr am 14. Juli von Leer aus zu einer Weltreise, die nach sieben Abschnitten auf den San Blas Inseln vor dem Panama-Kanal enden soll.




