Eine Demonstration der Anstrengungen

Von: Fred Schröder
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Die Besucher bestaunten beim „Tag der offenen Tür“ des Feuerschutztechnischen Zentrums auch das Löschfahrzeug der Feuerwehr vom Boelcke-Flugplatz. Foto: fjs
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Zu besichtigen war auch die Ausrüstung der Wehr. Foto: fjs

Stockheim. Die, die Sicherheit produzieren, erwiesen sich als perfekte Gastgeber. Und durften sich über einen großartigen Besuch als Zeichen der Wertschätzung freuen. Der „Tag der offenen Tür“ im Feuerschutztechnischen Zentrum (FTZ) des Kreises Düren in Stockheim war eine Demonstration der Anstrengungen, die der Kreis Düren, die Kommunen und die Hilfsorganisationen unternehmen, um den rund 265.000 Einwohnern größtmögliche Sicherheit, Schutz und Hilfe zu gewährleisten.

„Wir freuen uns über das hohe Interesse der Bürger, sich mit denen zu beschäftigen, die sich um die Sicherheit mühen“, betonte Landrat Wolfgang Spelthahn am Sonntagmorgen zur Eröffnung, als sich schon früh zahlreiche Besucher einfanden. Spelthahn sah in dem Besucherstrom „eine Wertschätzung des Ehrenamtes“ und in dem „Tag der offenen Tür“ gleichzeitig eine Chance der Feuerwehr und der Hilfsorganisationen, um Nachwuchs zu werben.

Denn der ist bitter nötig, geht der demografische Wandel doch auch an diesen Einrichtungen nicht vorbei. „Weniger Schüler bedeuten auch weniger Mitglieder der Jugendfeuerwehr“, sinnierte der Landrat und hörte mit gerunzelter Stirn die Zahlen, die Dezernent Peter Kaptain und Ralf Butz, Leiter des Amtes für Bevölkerungsschutz, auf den Tisch legten.

Im Jahr 2014 wurden kreisweit 2500 Mal die Feuerwehren alarmiert; diesen Einsätzen der Wehren stehen 34000 Rettungsdienst-Einsätze entgegen. Tendenz steigend. „Mit dem RDKD (Rettungsdienst Kreis Düren), mehr Fahrzeugen und mehr Personal tragen wir dieser Entwicklung Rechnung“, so Ralf Butz.

Damit nicht genug. Die demographische Entwicklung stellt die Retter vor zwei Aufgaben: mehr Einsätze durch mehr ältere Menschen, weniger Personal durch fehlenden Nachwuchs. Kreis und RDKD wollen dieser Entwicklung entgegen steuern. Derzeit laufen Pläne, zu Beginn nächsten Jahres mit dem Deutschen Roten Kreuz die dreijährige Ausbildung von Rettungsassistenten anzubieten gleichzeitig Rettungssanitäter zu qualifizieren.

Die Ehrenamtlichen

„Rund 80 Prozent von dem, was sie hier sehen, haben Ehrenamtliche aufgebaut“, sagte Martin Thiedecke, der stellvertretende Amtsleiter. Die ausgestellten Fahrzeuge und Geräte der Feuerwehren und der Hilfsorganisationen zogen die Besucher magisch an. „Renner“ waren unter anderem das Großlöschfahrzeug der Feuerwehr vom Boelcke-Flugplatz Nörvenich, ein Riesenkran der Bundeswehr und ein Einsatzfahrzeug vom Technologiezentrum Jülich, das sowohl auf der Straße als auch auf Schienen fahren kann. Bereits Kleinkindern brachten die Feuerwehren den Umgang mit dem Feuerlöscher bei und in Übungsbeispielen wurde die Kooperation von Rettungsdienst und Feuerwehr demonstriert.

Gewinner des Tages waren die Jugendfeuerwehr des Kreises Düren und der Förderverein der Kinderklinik am St. Marien-Hospital in Birkesdorf. Sie erhielten je 500 Euro, gesponsert von den Gewerbetreibenden, die am Tag der offenen Tür für das leibliche Wohl der vielen Besucher sorgten.

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