Düren - Eine aufwühlende Überlebensgeschichte in Bild und Ton

Eine aufwühlende Überlebensgeschichte in Bild und Ton

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Marie Simon, geb. Jalowicz überlebte den Zweiten Weltkrieg.

Düren. Anlässlich des Auschwitz-Gedenktages lädt das Theologische Forum Düren zu einer Lesung ein. Diese steht unter dem Titel „Untergetaucht. Überlebensschicksal einer jungen Frau in Berlin 1940 bis 1945“ und findet am heutigen Mittwoch, 25. Januar, ab 19 Uhr, im Haus der Evangelischen Gemeinde statt.

Der kürzlich verstorbene frühere Bundespräsident Roman Herzog hat den Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz zum nationalen „Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus“ bestimmt. Der frühere Direktor der „Neuen Synagoge Berlin – Centrum Judaicum“, Hermann Simon, wird im Haus der Evangelischen Gemeinde, Wilhelm-Wester-Weg 1, Düren, an diesem Abend das Überlebensschicksal seiner Mutter Marie Jalowicz anschaulich darstellen.

Diese besondere Lebensgeschichte setzt in Berlin im Jahr 1942 ein: Die Verhaftung durch die Gestapo steht unmittelbar bevor. Die junge Marie Jalowicz will leben und taucht aus diesem Grund unter. Über 50 Jahre danach erzählt sie erstmals ihre ganze Geschichte. 77 Tonbänder entstehen – sie sind die Grundlage dieses einzigartigen Zeitdokuments.

Authentischer Bericht

Offen und schonungslos schildert Marie Jalowicz, was es heißt, sich Tag für Tag im nationalsozialistischen Berlin durchzuschlagen – der authentische Bericht einer außergewöhnlichen jungen Frau, deren unbedingter Lebenswille sich durch nichts brechen ließ. Sie überlebt und wird nach dem Krieg Professorin für Antike Literatur- und Kultur-Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Hermann Simon aus Berlin wird das Buch und die aufwühlende Überlebens-Geschichte mit Bild- und Ton-Dokumenten vorstellen. Pfarrerin Cornelia Kenke wird den Abend moderieren. Der Abend ist insbesondere für Jugendliche und Schulklassen geeignet. Spenden sind erwünscht.

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