Einbrüche führen 30-Jährigen in den Knast

Von: hp
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Für eine Serie von Einbrüchen verurteilte das Schöffengericht Düren einen 30-Jährigen zu zwei Jahren und acht Monaten Haft. Symbolfoto: dpa

Düren. Nach einer Reihe von Wohnungseinbrüchen hat das Dürener Schöffengericht einen Mann zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und acht Monaten verurteilt. Der 30-Jährige, der auch am dritten Verhandlungstag aus der Untersuchungshaft vorgeführt wurde, musste auch den Rückweg erneut in Handschellen antreten, da der Haftbefehl aufrecht erhalten bleibt.

Im Mittelpunkt standen zunächst zehn Haus- und Wohnungseinbrüche zwischen November 2010 und Oktober 2012 in Düren, Merzenich und Kreuzau. Fünf Einbrüche gab der aus Serbien stammende Angeklagte zu, weil die Indizien geradezu erdrückend waren.

An fünf Tatorten waren nämlich Blutspuren vorgefunden worden, die einen DNA-Abgleich – den so genannten „genetischen Fingerabdruck“ – möglich machten und unzweifelhaft auf den 30-Jährigen hinwiesen. Während die Vertreterin der Staatsanwaltschaft nach Auswertung weiterer DNA-Spuren an Gebrauchsgegenständen wie Schraubendreher oder Feuerzeug von der Tatbeteiligung des Angeklagten in vier weiteren Einbrüchen überzeugt ist, meldete der Verteidiger Zweifel an.

Er vertrat in seinem Plädoyer die Theorie, dass die Taten auch von Anderen begangen wurden, selbst wenn sein Mandant die Gegenstände angefasst habe. Die Staatsanwältin bezeichnete diese Möglichkeit als sehr unwahrscheinlich und wirklichkeitsfern.

Während seitens der Anklägerin eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und acht Monaten beantragt wurde, plädierte der Verteidiger für eine um mindestens ein Jahr geringere Strafe.

Das Gericht unter Vorsitz von Richterin Verena Neft verurteilte den 30-Jährigen unter Einbeziehung eines Urteils des Amtsgerichts Köln vom Juli 2013 wegen eines versuchten Einbruchs zu einer Gesamt-Freiheitsstrafe von zwei Jahren und acht Monaten. Trotz des Geständnisses von fünf Einbrüchen habe das Gericht Einsicht und Reue des Angeklagten nicht erkannt.

Was die weiteren Tatvorwürfe betrifft, habe das Gericht den Rechtsgrundsatz „In dubio pro reo – im Zweifelsfall für den Angeklagten“ angewandt. Bei den sichergestellten Gegenständen an vier Tatorten sei der Angeklagte zwar der „Hauptspurenleger“, aber es sei eben auch möglich, dass andere Täter als der 30-Jährige infrage kommen.

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