Einblicke in die Arbeit der Bahnhofsmission Düren

Letzte Aktualisierung:

Düren. Freiwilliges Engagement, Mitmenschlichkeit und gelebte Solidarität sind seit mehr als 120 Jahren die Säulen der Arbeit der Bahnhofsmissionen in Deutschland. Werte, die gerade jetzt hochaktuell sind. Deshalb stehen sie im Mittelpunkt des „Tages der Bahnhofsmission 2017“.

Die Bahnhofsmission Düren, die von „In Via“ betrieben und unterhalten wird, lädt alle Interessierten am Freitag, 21. April, von 9 bis 14 Uhr ein, sich ein Bild von der Arbeit vor Ort zu machen. Das Motto in diesem Jahr lautet „Hoffnung geben – wo Menschen leben“. Es spiegelt die tägliche Arbeit der hauptsächlich ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter wieder.

Rund 6000 Gäste suchten im vergangenen Jahr die Bahnhofsmission in Düren auf. Die Mitarbeiter helfen Menschen aller Herkunftsländer, unabhängig von deren Rechtsstatus. „In der Arbeit mit Migranten wird das Offene und Voraussetzungslose unserer Hilfeleistungen sehr konkret: Unsere Aufgabe ist es nicht, politisch oder rechtlich zu bewerten, sondern nach Lösungen für praktische – oft auch existenzielle – Probleme zu suchen“, beschreibt York Sommereisen, Geschäftsführer von In Via Düren-Jülich, die tägliche Arbeit.

Seit Januar wird das ehrenamtliche Team von einer hauptamtlichen Sozialpädagogin und einem Sozialhelfer unterstützt. Auch die Zahl der Besucher, die sich in besonderen sozialen Schwierigkeiten befinden, steigt immer weiter an. Inzwischen ist jeder fünfte von ihnen psychisch belastet. Die Folge ist, dass knapp die Hälfte der Gäste nicht nur eine Akuthilfe in Anspruch nimmt, sondern langfristig Unterstützung braucht. „Armutsentwicklung und Zuwanderung sind die beiden großen Themen, die die Bahnhofsmission in den kommenden Jahren massiv beschäftigen werden“, stellt die Vorsitzende von In Via, Sieghild von Gagern, fest.

Neben den sozialen Hilfen ist die Unterstützung beim Reisen der zweite große Arbeitsbereich der Bahnhofsmissionen. Dazu gehören die Hilfe beim Ein-, Aus- oder Umsteigen oder die Begleitung von alleinreisenden Kindern und Menschen mit Behinderungen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert