Ein wenig Besinnlichkeit im Einkaufsstress

Von: Hannes Schmitz
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Der Mandolinenlcub TC Wandervogel erinnerte am Wochenende daran, um was es Weihnachten eigentlich geht. Foto: Schmitz

Düren. „… Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!“ Diese berühmte Zeile aus dem Gedicht „Knecht Ruprecht“ von Theodor Storm kann man besonders nachempfinden, wenn der Mandolinenclub TC Wandervogel Merken die Weihnachtsgeschichte der „Geburt Jesu“ aufführt.

Eine kleine Welt für sich lassen die Merkener auf dem Markt vor dem Bürgerbüro entstehen. Aus Birkenstämmen wird in mehrstündiger Arbeit der Stall gezimmert, und vor den drei Vorstellungen werden die Tiere – Ochs und Esel sowie Schafe – in ihr Domizil geführt. Die Aufführung selbst verzichtet auf pompöses Spektakel, übt vielmehr durch die schlichte und eher einfache Darbietung mit der Konzentration aufs Wesentliche eine starke Anziehungskraft auf Jung und Alt aus.

Willi Bellartz liest von der Bühne, auf der auch das Orchester Platz genommen hat, die Weihnachtsgeschichte nach dem Lukas Evangelium. Die Darsteller (Ulrike und Thomas Kuck, Claudia Sauer, Arnold Dienstknecht, Karl Bergs, Marco Barthel, Winand Abels, Thomas Quast und Karina Bellartz) agieren entsprechend den Worten mit überzeugender Gestik und Mimik, das Orchester unter der Leitung von Markus Ullmer sorgt für gemütvolle Umrahmung. Dazu trägt auch Gerd Bannass bei, ein pensionierter Opernsänger und ehemals Ensemblemitglied an der Deutschen Oper am Rhein, der mittlerweile schon seit 60 Jahren Mitglied im Verein ist.

Seit 20 Jahren bereichern die Mandolinenfreunde aus Merken, so erläutert es der Vorsitzende Rudolf Schwalbach, den Dürener Weihnachtsmarkt. Sie bringen ein wenig Besinnlichkeit in den Einkaufsstress, laden ein zum Innehalten. Das adventliche Spiel erinnert an die Bedeutung des Weihnachtsfestes und lässt den Konsumzwang für Augenblicke vergessen.

Die „Lebende Krippe“ hatte einst der ehemalige Vorsitzende Heinrich Schwalbach in Italien kennen gelernt. Dort hat das Spiel eine große Tradition. Der Überlieferung nach verzichtete im Jahr 1223 der Heilige Franz von Assisi in Greccio/Italien auf eine Predigt und stellte das Weihnachtsgeschehen mit lebenden Tieren und Menschen nach.

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