Ein Wegweiser in Richtung Düren 2020

Von: cl
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Hat mit Blick auf Düren 2020
Hat mit Blick auf Düren 2020 Leitlinien für die Kommunalpolitik formuliert: CDU-Fraktionschef Karl-Albert Eßer. Foto: Lammertz

Düren. Politik ist ein Tagesgeschäft. Was heute gilt, ist oft genug morgen nicht mehr wahr. Und doch soll Politik auch Zukunft gestalten. Eine Aufgabe, die der Dürener CDU-Fraktionschef Karl-Albert Eßer mehr in den Mittelpunkt rücken möchte.

„Die Dürener Kommunalpolitik muss sich den strategischen Fragen zur Weiterentwicklung der Stadt stärker widmen als bisher”, sagt Eßer. Einen ersten Beitrag hat er dazu nun selber mit der Formulierung von Leitlinien für eine zukunftsorientierte Kommunalpolitik geleistet. Unter der Überschrift „Düren auf dem Weg ins Jahr 2020” geht es um Ziele, für die sich der Christdemokrat eine breite Mehrheit im Rat und eine Haltbarkeit über die nächste Kommunalwahl hinaus wünscht.

In Eßers „Wegweiser” geht es zunächst um die Positionierung der Stadt zwischen der Euregio und der Metropole Köln/Düsseldorf. Der CDU-Fraktionschef plädiert dafür, sich nicht auf eine Seite zu schlagen. „Die Stadt muss sich klarer als bisher als Zentrum der Region verstehen, ein eigenes Profil entwickeln und versuchen, eine Bindefunktion zwischen den beiden Wirtschaftsregionen zu übernehmen”, sagt Eßer und fordert vor diesem Hintergrund eine personelle Stärkung der Dürener Wirtschaftsförderung.

Weniger konkret ist Eßer beim Thema städtische Finanzen. Die Politik müsse alles tun, um die Finanzlage zu stabilisieren. Dazu müssten auch kreative, unkonventionelle Lösungsvorschläge erarbeitet werden, heißt es in seinem Strategiepapier. Ein Gesamtkonzept wünscht sich der CDU-Mann unter dem Stichwort „Lebensqualität in Düren”. Dabei sei es besonders wichtig, das Miteinander der Menschen in den Quartieren und Stadtteilen vor allem durch noch stärkeres ehrenamtliches Engagement zu verbessern. „Nahversorgung, Begegnungsorte und Vereinsleben müssen erhalten oder neu geschaffen werden”, fordert Eßer. Genauso wichtig seien neue soziale Netze unterschiedlicher Hilfsangebote.

Für das Dürener Zentrum nimmt Eßer neben der Festigung des Rufs als gute Einkaufsstadt vor allem das innerstädtische Wohnen in den Blick, das aufgrund des demographischen Wandels immer mehr an Bedeutung gewinne. Die älter werdende Gesellschaft fordere dazu auf, Konsequenzen bei Stadtentwicklung, Verkehrspolitik, Kultur, Sport und im Sozialbereich zu ziehen. Für diese „Querschnittsaufgabe” wünscht sich der CDU-Fraktionschef eine Ideenwerkstatt von Politik, Vereinen, Verwaltung und Institutionen.

„Festhalten an der Bildungsoffensive” und dabei vor allem der weitere Ausbau der Ganztagsschule, „Integration der aus dem Ausland zugezogenen Mitbürger” und eine gestärkte Stadtverwaltung, die sich als „Motor des Veränderungsprozesses” verstehen sollte, sind weitere Punkte in Eßers Papier. „Das ist kein parteipolitischer Text”, betont der Christdemokrat, der sich eine Beteiligung der Bürger an der Zielformulierung für „Düren 2020” wünscht.
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