Düren - Ein Volltreffer gleich zu Beginn

Ein Volltreffer gleich zu Beginn

Von: han
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Bot ein begeisterndes Konzert:
Bot ein begeisterndes Konzert: Die Jazz-Formation um den brillanten Saxophonisten Paul Heller. Foto: han

Düren. Furios begann der Start der Reihe Planet Jazz im Evangelischen Gemeindezentrum. Henner Schmidt und Oliver Mack als Veranstalter des Jazz-Reigens hatten mit dem Saxofonisten Paul Heller gleich zu Beginn einen Volltreffer gelandet. Begleitet von einer hochkarätigen Band mit Martin Sasse am Klavier, John Goldsby am Bass und Jost van Schaik am Schlagzeug, lieferte er ein Feuerwerk an musikalischen Ideen.

Fast artistisch spielte er sein Instrument, gestaltete sinnliche Tonfolgen. Beinahe lyrischer Jazz erklang, die Ausstrahlung des Cool Jazz legte sich über die Foyer-Räume. In sich gekehrt wirkte der Protagonist, mit seinem Musikinstrument scheinbar verwachsen, der aber auch zum „Nebenmann” wurde und seinen Mitspielern Raum für eigene, glänzende Soli gab.

Der Auftritt des Quartetts wurde zu einem Abend prasselnder Tonkaskaden, mit einem Minimum an Equipment. Der unter anderem in der WDR-Bigband bekannt gewordene Saxofonist Paul Heller spielte eine Hommage an den legendären Johnny Griffin, der im Jahr 2008 kurz vor seinem bevorstehenden Auftritt bei den Dürener Jazztagen verstorben war.

Verspielte Dialoge

Das Programm bestand aus bekannten Stücken Griffins, aber auch aus Kompositionen von Paul Heller, die er seinem Vorbild gewidmet hat. Aber auch einigen Standards widmete er seine Aufmerksamkeit wie Cole Porters „All through the Night”.

Mit wachsender Begeisterung erlebte das Publikum Jazz von seiner faszinierendsten Seite. Originelle Kompositionen und Arrangements, Spielfreude und bemerkenswerter Musikalität prägten den Stil dieser vorzüglichen Formation. Konzentrierte, kreative Interpretationen, eine große Bandbreite an Ausdrucksmöglichkeiten, klare Linien, verspielte Dialoge und ein Bassist, der den Bogen raus hatte: John Goldsby ließ ein facettenreiches Spiel erklingen, trumpfte mit einigen überraschenden Soli auf, glänzte im Duett mit Jost van Schaik an den Drums, der auch auf sich „alleine gestellt” mit Becken und Snare Drum umgehen konnte. Martin Sasse griff, wie gewohnt, elegant und mit Esprit in die Tasten, lieferte sich glänzende „musikalische Duelle” mit dem virtuosen Saxofonisten Paul Heller, dessen Musik von großer authentischen Intensität war.

Der Abend war ein durchdringendes Jazz-Erlebnis im Foyer der Evangelischen Gemeinde.
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