Ein Urgestein der deutschen Akkordeonszene: Herbert Nolte

Von: kin
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Mit einem Konzert im Haus der Stadt feierte Dirigent Herbert Nolte sein rundes Jubiläum. Foto: Kinkel

Düren. „Es war mir immer ein großes Anliegen, qualitativ hochwertige Akkordeonmusik zu machen. Und das ist es auch heute noch.“ In der deutschen Akkordeonszene ist Herbert Nolte ohne Zweifel ein echtes Urgestein. Vor 50 Jahren hat der 71-Jährige sein Akkordeonorchester gegründet. Zunächst in Herzogenrath-Kohlscheid, bevor er 1980 mitsamt Orchester nach Düren übergesiedelt ist.

Beim traditionellen Herbstkonzert im Rahmen des Konzertforums „Cappella Villa Duria“ im Haus der Stadt ließ Herbert Nolte sich feiern – mit Akkordeonmusik vom Feinsten und einem tollen Konzert.

Herbert Nolte war mit 21 Jahren ein sehr junger Orchesterleiter. „Ich wollte gerne ein eigenes Orchester haben“, so Nolte. „Aber ich war so jung, dass ich natürlich nicht wusste, was daraus wird.“ Geworden ist aus dem Dürener Akkordeonorchester eine echte Erfolgsgeschichte mit vielen Siegen bei nationalen und internationalen Orchesterwettbewerben zum Beispiel.

Beim Jubiläumskonzert, zu dem übrigens auch viele Gründungsmitglieder des Orchesters und sogar zwei der vier ersten Orchestermitglieder von 1961 den Weg nach Düren gefunden hatten, gab es zwei Stücke, die Herbert Nolte auch bei seinem allerersten Konzert dirigiert hat. Die Ouvertüre zu „Wenn ich König wär“ von Adolphe Adam und „Auf einem persischen Markt“ von Albert Ketelby waren auch damals schon zu hören.

Erstmals in Rio de Janeiro ist dagegen das Stück „A Legend from Yao“ aufgeführt worden. Damals war Herbert Nolte mit dem Landes-Jugendakkordeonorchester unterwegs in Brasilien, als er dieses Stück zum 60. Geburtstag geschenkt bekommen hat.

„Das Landesjugendorchester“, schmunzelt der sympathische Orchesterleiter, „wollte unbedingt eine Konzertreise nach China machen. Und ich habe mich dagegen gesträubt. Mit diesem Stück wollten meine Spieler mir China schmackhaft machen.“

Mit Erfolg, die Konzertreise ins Reich der Mitte hat wenig später stattgefunden. Ebenfalls ein eigens für Nolte komponiertes Werk ist „Panomera“, das Tobias Dalhof seinem Freund Nolte zum 70. Geburtstag gewidmet hat. Dalhof dirigierte das Stück im Haus der Stadt selbst.

Schön auch das Spiel des Jugendakkordeonorchesters unter der Leitung von Andrea Nolte, die sich seit zwei Jahren auch die Leitung des „großen“ Akkordeonorchesters mit ihrem Vater teilt. Die Nachwuchs-Akkordeonisten sorgten für viel Applaus mit „Es war einmal...“ von Susanne App und den „Zehn kleinen Stücken“ von Adolf Götz.

Den Schluss des anspruchsvollen Konzertes gestalteten die Dürener Akkordeonisten gemeinsam mit dem Akkordeonorchester „Harmonika-Harmonie“ aus Aachen unter der Leitung von Holger Klose. Das Publikum erfreute sich an bekannten Filmmelodien aus „Herr der Ringe“ und der „West Side Story“ von Leonard Bernstein. Und eins ist sicher: Seinem Anliegen von qualitativ hochwertiger Akkordeonmusik ist Herbert Nolte wieder einmal voll und ganz gerecht geworden.

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