Ein Starenkasten zum Uhuschutz

Von: Franz Sistemich
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Tempo 50, die Uhufelsen und der Verkehr: Demnächst überwacht der Kreis Düren mit einem Starenkasten die Einhaltung der Geschwindigskeitsbregenzung. Foto: Sistemich

Blens. Es ist offiziell: Die ausgebaute Landstraße 249 zwischen Blens und Hausen ist eröffnet. Am Mittwochvormittag gab sich die Prominenz die Ehre: Bürgermeister und Landtagsabgeordneter, Landrat und Parlamentarischer Staatssekretär, Bundestagsabgeordneter, Vertreter des Regierungspräsidenten, des Landesbetriebs Straßen NRW und des Bundes für Umwelt und Naturschutz wohnten dem Festakt bei.

Heimbacher Stadtvertreter und normale Bürger waren ebenso gekommen.

Sie hatten lange auf die Festivität warten müssen. Da fallen die zwei Monate nicht ins Gewicht, in denen der Verkehr nach Abschluss der Arbeiten nach 15-monatiger Bauphase wieder über den Asphalkt zwischen Blens und Huasen fahren darf. Denn: Über viele, viele Jahre war der Ausbau auch ein heftig umstrittenes Thema. Bürgermeister Bert Züll war ein Aktenvermerk in die Hände gefallen. Am 18. Januar 1990 war notiert worden: „Das Rheinische Straßenbauamt (RSBA) plant den Ausbau der L249 zwischen Hausen und Blens. Mit dem Ausbau wird 1992 gerechnet.”

Die Freude war vor 20 Jahren groß, sie währte aber nur kurz. Erst über zwei Jahrzehnte später dürfen die Autos über die für sechs Millionen Euro ausgebaute Straße rollen.

Ihre Fahrer müssen dabei aber die Tachonadel genau im Blick halten: Maximal 50 Stundekilometer sind auf dem größten Teil der 1,3 Kilometer langen Strecke erlaubt. Diese Geschwindigkeitsbeschränkung haben die Naturschützer den Uhus zu Liebe durchgesetzt. Und so sprachen die Festredner am gestrigen Vormittag von einem Kompromiss und einer guten Lösung angesichts der Geschwindigkeitsbeschränkung und der 16 Kröten- und Bibertunnel, die für Natur und Autofahrer beim Ausbau erreicht worden sei. Was jetzt noch fehlt, sind ein Starenkasten sowie Infotafeln, die den Sinn der 50 km/h erläutern sollen. Auch deren Aufstellung setzten die Naturschützer durch.

Ein Heimbacher Politiker brachte aber noch einen anderen Aspekt ins Gespräch: Josef Jörres, Hausens Ortsvorsteher, kritisierte, dass die Fußgänger auf der Straße gehen müssen: „Ich habe immer gesagt, dass hinter den Leitplanken zumindest Trampelpfade sein müssten.”
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